01.06.2020 - 13:19 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Krise und Chance zugleich

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Es sind Pfingstferien. "Normale" Urlaubsreisen sind allerdings kaum möglich. Doch wie sieht es aus mit Tourismus in der Region?

Eine Familien-Paddeltour auf der Schwarzach ist auch in Corona-Zeiten jederzeit möglich.
von Gabriele Weiß Kontakt Profil

Wie sieht es mit dem Tourismus in der Region aus? "Es geht so langsam wieder los", sagt Ulrike Eberl-Walter, Pressereferentin beim Tourismusverband Ostbayern in Regensburg. Sie findet es "super, dass es Lockerungen gibt". Trotzdem sei momentan erst einmal ein "langsames Hineintasten" in die Situation angezeigt. Ferienwohnungen und -häuser, Camping und Urlaub mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil bilden aktuell die Speerspitze des regionalen Tourismus in der Corona-Krise.

Noch unsicher

Betriebe wie Wellnesshotels gehen hingegen erst frühestens am 15. Juni an den Start, glaubt die Expertin. Hier gebe es noch größere Unsicherheiten, wie der Betrieb zum Beispiel im Badebereich und in den Umkleiden so geregelt werden kann, dass Infektionsrisiken möglichst gering bleiben. "Auch bei unseren Heil- und Thermalbädern lässt sich ganz schlecht sagen, wie es weitergeht", sagt Eberl-Walter.

Tipps für Wanderungen in der Oberpfalz

Oberpfalz

Der Tourismusverband richtet beim Neustart seiner Werbekampagnen das Hauptaugenmerk auf Gäste aus der Region Ostbayern selbst. "Hier fangen wir an und wollen den Kreis dann langsam ausweiten." In den Ferien würden vor allem auch Familien angesprochen. "Da geht es jetzt los, viele Eltern wollen mit ihren Kindern Ausflüge machen." Eberl-Walter und ihre Kollegen raten zu Aktivitäten in der Natur wie Wandern, Radeln oder Paddeln. "Viele Radwege sind inzwischen auch mit der Bahn gut erreichbar", betont die Pressereferentin.

"Absolut traumhaft"

Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern in Regensburg

Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern in Regensburg

Zwar hat die Coronakrise gerade Tourismus und Gastronomie schwer getroffen. Doch bieten sich dadurch auch neue Chancen. "Wir haben heuer viele Anfragen von Leuten, die in ihrem Urlaub in der Region bleiben wollen." Eberl-Walter sieht die Möglichkeit, jetzt neue Gäste zu gewinnen. Die Coronakrise gehe da Hand in Hand mit der Klimakrise: "Man muss vielleicht nicht unbedingt mehr so viele Kurzflüge machen", meint die Expertin. "Man kann doch auch einfach mal drei Tage wandern gehen." Wenn man zum Beispiel auf dem Parkstein stehe und ins weite Land schaue, "dann ist das absolut traumhaft".

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Erst informieren, dann starten

Die regionale Gastronomie habe sich auf die besonderen Anforderungen in der Coronakrise gut eingestellt, findet Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern. "Dauernde Desinfektion, Mund-Nasen-Schutz, Abstände, die ganze Dokumentation, das klappt alles und wird toll umgesetzt." Darüber hinaus böten viele Hotels bessere Stornierungsbedingungen an, etwa mit stark verkürzten Fristen. "Langsam wachsen wir alle da rein und lernen mit der Situation umzugehen." Für Ausflügler sei es dennoch ratsam, sich vorab zu informieren, ob der angepeilte Betrieb oder die Attraktion auch wirklich geöffnet habe. "Am besten schaut man im Internet nach."

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