13.03.2019 - 17:31 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Die Menschheit schafft sich ab - der Umwelt zu Liebe

Die Thesen der Autorin Verena Brunschweiger zum Klimaschutz bedeuten in letzter Konsequenz ein Programm zur Abschaffung der Menschheit.

Autorin Verena Brunschweiger entfesselt eine neue Debatte übers Kinderkriegen.
von Jürgen Herda Kontakt Profil
Kommentar

Debatte über Brunschweigers Klima-Kinder-Thesen

Regensburg

Sie sei zwar persönlich keine Anhängerin des "Voluntary Human Extinction Movement" - einer Bewegung, die für das freiwillige Aussterben der Menschheit eintritt. Sie könne aber die Position gut verstehen, da es für die restliche Biosphäre erholsam wäre.

Die Lehrerin zitiert in ihrem Buch "Kinderfrei statt kinderlos" Forderungen des Club of Rome aus den 70er Jahren und kommt zum wenig originellen Schluss: "Wir haben nur eine Erde." Die Menschheit betreibt Raubbau an der Natur und immer mehr Menschen kämpfen um immer weniger Ressourcen. Das stimmt, ihr Lösungsansatz aber ist wenig hilfreich.

38 Millionen Deutsche hält die Autorin für zumutbar. Da reiben sich Thilo Sarrazin und die AfD die Hände. Endlich bestätigt eine im Weltbild der Verschwörungstheoretiker "grün versiffte Öko-Feministin", dass sie Deutschland abschaffen will. Ein Baby-Verzicht im geburtenschwachen Deutschland führt aber zur Verschärfung der demografischen Entwicklung, zum Zusammenbruch sozialer Systeme. Zu Ende gedacht ist wohl nur, der wahrscheinliche Verkaufserfolg des Buches.

Allen, die für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt eintreten, für den fairen Ausgleich zwischen reichen und armen Ländern, für ein soziales Miteinander in der Gesellschaft, erweist die Ethik-Lehrerin einen Bärendienst.

Interview mit Autorin Verena Brunschweiger

Regensburg
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Kommentare

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Dr. Jürgen Spielhofen

Nein, Herr Redakteur, wir von der AfD reiben uns darob nicht die Hände. Wir fassen uns nur noch an den Kopf!

14.03.2019