25.07.2018 - 15:30 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Messerstecher in die Psychiatrie

Dass der Mann einen 23-Jährigen mit einem Messer attackiert hat, kann die Jugendkammer des Landgerichts Regensburg eindeutig klären. Wie alt der Angeklagte ist, bleibt dagegen ebenso unklar wie der tatsächliche Name des Messerstechers.

Auf der Richterbank

(ahs) Weil er einen Landsmann mit einem Messer attackierte und schwer verletzte, muss ein junger Asylbewerber aus dem Irak in eine psychiatrische Einrichtung. Dies entschied die Große Jugendstrafkammer des Landgerichts Regensburg am Mittwoch. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen Mordes erreichen wollen. Ein Gutachter hatte dem jungen Mann allerdings eine schizophrene Störung bescheinigt, weswegen er nicht schuldfähig sei.

Dem Gericht gelang es während der Verhandlung nicht, das genaue Alter des Täters festzustellen oder zu klären, wie der Mann tatsächlich heißt. Er soll in Deutschland zwölf Identitäten verwendet haben. Daran scheiterte bislang auch die Abschiebung des abgelehnten Asylbewerbers. Fest steht dagegen, dass der nun Verurteilte im vergangenen Oktober in einer Unterkunft in Regensburg einen 23-jährigen Landsmann von hinten attackiert hat. Mit einem Cuttermesser verfehlte der Täter dabei den Hals seines Opfers knapp. Der 23-Jährige wehrte sich erfolgreich, bis ihm Sicherheitskräfte zu Hilfe kamen. In den Befragungen machte der Angreifer widersprüchliche Angaben zu seinem Motiv. Vor Gericht schwieg er. Eine Rolle soll der Streit um ein Handy gespielt haben, das das Opfer dem Täter kurz vor der Tat verkaufte, dann aber wohl nicht funktionierte.

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