07.11.2018 - 08:48 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Millimeterarbeit für Schwertransporter

Zwei Schwertransporte waren in Regensburg "gestrandet". Die Fahrer hatten sich in den engen Straßen festgefahren. Die "Befreiungsaktion" dauerte rund fünf Stunden. Die Polizei sperrte Straßen und lotste den Konvoi auf die A3.

von Alexander Unger Kontakt Profil

Bereits vor vier Tagen war an ein Weiterkommen der beiden Schwertransporte vor den Toren Regensburgs aufgrund von den Ausbauarbeiten der Autobahn A3 nicht mehr zu denken. Sie hatten sich festgefahren. In der Nacht auf Mittwoch wagten die Experten das Rangieren der beiden jeweils über 54 Meter langen und rund 120 Tonnen schweren Schwertransporter. Nach über fünf Stunden heiß es "freie Fahrt in Richtung Landshut".

Im Schneckentempo und nach ausgiebigen Vorbereitungen steuerten die Fahrer durch die Straßen Regensburgs. Die Verkehrspolizei sicherte die Rangierarbeiten ab. Teilweise in Millimeterarbeit mussten die riesigen Windradbauelemente an Verkehrsschildern, Ampeln sowie Straßenlaternen vorbeigelotst werden. Aufgrund der engen Straßenverhältnisse kam der Konvoi oft ins Stocken. An der Kreuzung der Leibnitzstraße und der Max-Planck-Straße stand der Konvoi rund eineinhalb Stunden.

Bei dem Abbiege-Versuch in Richtung Autobahnauffahrt in Fahrtrichtung Passau, hatte sich der erste Schwertransporter festgefahren. Nach rund 1,5 Stunden und einigen Überlegungen, entschieden sich die Experten, rückwärts in Richtung Autobahnzubringer weiter zu rangieren. Durch diesen simplen Kniff gelang es, den Konvoi nach Stunden wieder in Bewegung zu bringen. Die Max-Planck-Straße sowie einige weitere kleineren Straßen mussten aufgrund dieser Aktion komplett gesperrt werden.

Gegen 2 Uhr gelang es dann dem ersten Schwertransporter auf die A3 zu fahren. Hier mussten von der Autobahnmeisterei die Fahrtrichtung nach Passau für über eine Stunde gesperrt werden. Nachdem der Rückstau durch kurzes Öffnen der Sperre durch die Polizei wieder minimiert werden konnte, war anschließend auch der zweite Schwertransporter an der Reihe. Gegen 3 Uhr konnte die Fahrt der beiden Schwertransporter dann schließlich in Richtung Landshut fortgesetzt werden.

Was bisher geschah.

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