17.05.2021 - 12:17 Uhr
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Regensburger Künstlerin entwirft Anstecker für Geimpfte

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Mit den Mitteln der Kunst will sie ein sichtbares Zeichen in der Corona-Pandemie setzen: Maria Maier hat Buttons für Geimpfte und Impfwillige gestaltet und verkauft sie für den guten Zweck. Die Botschaft: Die ganze Welt muss geimpft werden.

Der Träger des Buttons zeigt, dass er geimpft oder impfwillig ist und Impfungen in Ländern der Dritten Welt unterstützt.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Als die Corona-Impfungen in Deutschland begannen, wurde der freischaffenden Regensburger Künstlerin Maria Maier schnell klar: „Wir können die Pandemie nur bewältigen, wenn die Menschen in allen Ländern geimpft werden.“ Sie überlegte, wie man diese Forderung künstlerisch umsetzen könnte – und kam schließlich auf die Idee, einen Button zu entwerfen, den sich jeder Geimpfte oder Impfwillige an die Kleidung stecken kann. Es sei gar nicht so einfach gewesen, dafür ein Motiv zu finden, das ästhetisch und gleichzeitig aussagekräftig ist, sagt die gebürtige Ambergerin im Gespräch mit unserer Zeitung.

Am Ende ist es ein quadratischer Anstecker mit einem Siebdruck auf Edelstahl geworden. In Grün ist darauf ein abstraktes Coronavirus zu sehen, darüber zwei überkreuzte weiße Pflaster als Zeichen für die zwei notwendigen Impfungen – und ein lebensbejahendes Orange als Hintergrund. „Der Träger des Buttons soll zeigen, dass er entweder geimpft werden möchte oder bereits geimpft wurde und gleichzeitig Impfungen in Ländern der Dritten Welt unterstützt“, sagt die 67-Jährige.

Eine auf Anstecker spezialisierte Firma fertigte die von Maier entworfenen Buttons. Die Künstlerin ist mit der Qualität der Stecker sehr zufrieden. 500 Stück hat sie in einer ersten Auflage bestellt. Ab sofort sind die Buttons im Impfzentrum Regensburg am Dultplatz sowie in der Apotheke aktiv im Castra-Regina-Center in Regensburg für fünf Euro erhältlich. Der Erlös geht vollständig zu gleichen Teilen an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die Aktion Deutschland hilft und an den Verein Asante zur Förderung von Schulkindern in Tiwi/Kenia.

Maier, die in einem Regensburger Stadtatelier arbeitet und in Köfering (Kreis Regensburg) lebt, sagt, die Corona-Buttons stünden im Zusammenhang mit ihren früheren konzeptionellen Kunstprojekten. Bekannt wurde Maier vor allem mit dem groß angelegten Projekt „Stadtzeit – Zeitstadt“. Dafür entwickelte sie 1995 aus den Grundrissen wichtiger Denkmäler ein ästhetisch-grafisches Farbrastersystem, mit dem sie auf Regensburger Gebäude, Plätze und Parkanlagen Bezug nimmt. An markanten Stellen des Regensburger Stadtbilds zeugen davon bis heute insgesamt 76 Metalltafeln.

Für ihr Corona-Benefiz-Kunstprojekt „Schon gepikst!!??“ hat Maier bereits viele positive Rückmeldungen bekommen, erzählt sie. Bestellungen aus ganz Deutschland seien bei ihr eingegangen. Sogar aus Italien habe jemand einen Button geordert. Auch Museumsdirektoren hätten sich bei ihr gemeldet, die von dem Projekt angetan sind. „Es ist sehr erfreulich, dass die Kunst ankommt und man damit sozial etwas bewirken kann“, sagt Maier. Sie selbst sei bereits einmal gegen Corona geimpft worden, erzählt sie. Den Button werde sie natürlich auch persönlich tragen. „Ich möchte ja zeigen, dass ich eine positive Einstellung zum Impfen habe.“

Künstlerin Maria Maier präsentiert die von ihr entworfenen Impf-Buttons. Der Verkaufspreis von fünf Euro geht vollständig an Hilfsorganisationen, die Impfungen in Ländern der Dritten Welt unterstützen.
So sehen die quadratischen Anstecker aus, die Maria Maier gestaltet hat. Über dem grünen „Virus“ prangen zwei weiße Heftpflaster als Symbol für die Impfung.
HINTERGRUND:

Zur Person

  • Maria Maier arbeitet als freischaffende Künstlerin in Regensburg.
  • Ihr Werk umfasst Zeichnung, Grafik, Malerei, Fotografie, Kunst im öffentlichen Raum, Kunst am Bau und Konzeptkunst.
  • Maier wurde 1954 in Amberg geboren, wo sie auch aufwuchs.
  • Nach dem Kunststudium an der Uni Regensburg folgten neben der künstlerischen Arbeit auch Lehrtätigkeiten
  • Maier erhielt Auszeichnungen in Form von internationalen Stipendien und Kunst-am-Bau-Wettbewerben.

Impfbereitschaft steigt

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