Von Andreas Kerscher
Die Sparkasse Regensburg kündigt derzeit besonders gut verzinste Sparverträge. "Betroffen sind etwas mehr als 8000 Kunden, die etwas mehr als 9000 Verträge haben", bestätigte Pressesprecher Christian Orschler.
Ein Urteil des Bundesgerichtshofs erlaube den Sparkassen die Kündigungen, erklärt Orschler. Konkret geht es um die Sparverträge "S-Prämiensparen flexibel". Neben einem Zins auf die insgesamt angesparte Summe erhalten Besitzer dieser Sparverträge auch bis zu 50 Prozent Bonus auf die jährlich eingezahlten Gelder. Bei 600 Euro im Jahr legt die Sparkasse also bis zu 300 Euro drauf - in der anhaltenden Negativzinslage ein Verlustgeschäft für die Bank.
"Wir haben uns sehr schwer mit der Entscheidung getan, weil es klar ist, dass das zu Unmut bei den Kunden führt", sagte Orschler. Letztendlich habe die Sparkasse aber keine andere Wahl gehabt, weil seit über zehn Jahren eine von der Europäischen Zentralbank politisch gewollte Negativzinsphase herrscht, bedauerte der Pressesprecher. Die Sparkasse sei zwar nicht gewinnorientiert, müsse aber trotzdem betriebswirtschaftlich arbeiten, darum habe man die Möglichkeit der Kündigung ergreifen müssen.













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