07.01.2021 - 18:27 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Meinung Schulfamilie bitte besser beteiligen

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Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern.
von Jürgen UmlauftProfil
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Nach einigen irritierenden Auftritten vor Weihnachten versucht Kultusminister Piazolo, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Seine Erläuterungen zum Schulstart am kommenden Montag im Distanzunterricht und den Pannen rund um die Lernplattform "Mebis" waren dafür ein Anfang. Wieviel davon Wunsch und wieviel Wirklichkeit ist, wird der Praxischeck ab Montag zeigen.

Denn an den Grundstrukturen hat sich über die Jahreswende nichts geändert, darüber können auch stolz präsentierte Beispiele aus Vorzeigeschulen nicht hinwegtäuschen. An vielen Schulen fehlen nämlich weiter die professionellen IT-Systembetreuer, die es für reibungslosen Distanzunterricht braucht. Gerade kleinere Schulen können das allein mit Bordmitteln nicht stemmen - ganz abgesehen von den vielerorts noch immer beklagenswert mäßigen Internet-Anschlüssen.

Unbefriedigend ist einmal mehr, dass der weitreichende Beschluss zum Streichen der Faschingsferien ohne Rücksprache mit Lehrer- und Schülervertretern gefasst wurde. Man kann darüber streiten, ob die Schulfamilie in der ohnehin anstrengenden und belastenden Corona-Zeit eher eine Woche zum Durchschnaufen braucht oder über jeden zusätzlichen Tag Präsenzunterricht froh sein sollte. Das aber mal so nebenbei am grünen Kabinettstisch zu entscheiden, spricht allen Bekundungen von der ach so wichtigen Beteiligung der Schulfamilie Hohn.

Piazolo und der Schulstart nach den Winterferien

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