Olaf #Scholz wird #Kanzlerkandidat der SPD. Er hatte sich zuvor gegen keinen anderen Kandidaten durchgesetzt. Irgendwie angenehm, wenn im Jahr 2020 mal etwas passiert, das einen nicht überrascht", twittert die Satiresendung Heute-Show. Besser kann man es nicht zusammenfassen.
Das Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans hat eindrucksvoll bewiesen, dass es mit der Schwarmintelligenz der Basis so weit nicht her ist: Weder erfüllte das blasse Paar die Sehnsucht nach Ausstieg aus der Groko, noch konnte es Begeisterung für einen Neuanfang entfachen. So müssen die Sieger der Urwahl jetzt zähneknirschend den Mann installieren, der als Generalsekretär unter Schröder die Agenda 2020 mäßig erfolgreich kommunizierte.
Gleichwohl ist der als Scholzomat gescholtene, von aus dem Ruder gelaufenen G20-Protesten und offenen Wirecard-Fragen düpierte Osnabrücker tatsächlich der letzte sozialdemokratische Hoffnungsträger, dem eine Mehrheit der Wähler die Kandidatur zutraut. Das liegt vor allem daran, dass er neben Kanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Söder entschieden die Corona-Politik mit finanzpolitischen Rettungsmaßnahmen flankiert hat.
Weniger kapriziös als Steinbrück
Als Kandidat eines angekündigten Linksbündnisses wird es Scholz mit seiner marktliberalen Haltung ähnlich schwer haben wie Peer Steinbrück - er hat aber den Vorteil, weniger kapriziös durch die politische Arena zu tänzeln.
Sollte es tatsächlich zu einem Lagerwahlkampf kommen, der unzufriedene Genossen und Nichtwähler nachhaltiger mobilisiert als Martin Schulz das rund zwei Wochen lang geschafft hat, gäbe Scholz, Stand jetzt, einen respektablen Vizekanzler unter Robert Habeck oder Annalena Baerbock ab - falls denen die Junior-Rolle bei Schwarz-Grün als unter ihrem Niveau erscheint.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.