09.09.2019 - 18:27 Uhr
Deutschland & Welt

Mein Soundtrack: Initialzündung durch John und Freddie

Für unseren Kollegen Stefan Puhane war die Entdeckung von Queen eine musikalische Offenbarung. In "Mein Soundtrack" beschreibt er, wie er von den Schlagern der ZDF-Hitparade zu Rockmusik mit fetten Gitarren kam.

Der Leadsänger der britischen Rockgruppe "Queen", Freddie Mercury, bei einem Auftritt im September 1984.
von Stefan Puhane Kontakt Profil

Mein musikalischer Einstieg hatte mit "Rock 'n' Roll" gar nichts zu tun: In Kindertagen waren die Schlager aus der ZDF-Hitparade angesagt und wurden via Mikro auf Kassette mitgeschnitten - bis, ja, bis eines Tages "Help" über den Bildschirm flimmerte. Die Songs aus einem der Blödelfilme der "Fab Four" ließen mich - damals etwa neun oder zehn Jahre alt - mit offenem Mund staunen. Die Beatles hielten Einzug in mein Leben - und faszinieren mich bis heute. Kassetten mit den Compilations "1962-1966" ("Rotes Album") und "1967-1970" ("Blaues Album") veränderten mein (musikalisches) Leben in Kindheit und Jugend.

Ein weiterer Schritt in Richtung musikalische Offenbarung war für mich ein paar Jahre später die Entdeckung von Queen. Eigentlich war ich - damals 14 Jahre jung - in den Plattenladen in meiner Nachbarschaft gelatscht, um mir ein Best of Rock 'n' Roll-Album zu kaufen, das heftigst in der Fernsehwerbung angepriesen wurde. Glück im Unglück: Es war ausverkauft, aber der Tipp des Ladenbesitzers ließ mich mit den Greatest Hits von Freddie, Brian, Roger und John nach Hause marschieren. Beatles, Queen - das musikalische Fundament war gelegt.

Und das hatte viel damit zu tun, selbst Musik zu machen. Mit "Ragged Feet", meiner ersten Band, war es grandios, wir coverten aber "nur" die Songs anderer. Richtig angekommen war ich erst, als mich "Rising Storm" ins Boot holte. Selbstgemachte Rockmusik mit zwei fetten Gitarren - und jetzt auch mit Cello - das ist genau mein Fall.

Meine musikalischen Einflüsse haben sich seither stets verändert, die Bands von früher werden aber immer Grundstock dafür sein. Zu meinen sonstigen Favoriten zählen Creed (Scott Stapp ist am Mikro der Oberhammer), Myles Kennedy, die Black Crowes, die Eagles, aber auch Eels, Muse, Tom Waits und Nick Cave. Zur Zeit. Denn eins ist sicher: Der Soundtrack wächst weiter - unaufhörlich.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.