11.03.2020 - 16:08 Uhr
Sulzbach-RosenbergDeutschland & Welt

Tanja Raith und Andi Blaimer im Interview: Lange noch nicht Schluss

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Seit drei Jahrzehnten sind Tanja Raith und Andi Blaimer ein Paar – privat wie beruflich. Zum Silbernen Hochzeitsjubiläum beschenken sie ihr Publikum mit einer musikalischen Revue, die auch vor pikanten Höhepunkten der Ehe nicht halt macht.

Tanja Raith und Andi Blaimer
von Anke SchäferProfil

Gewohnt viel Herz und Humor prägen den „autobiografischen Liederabend“ mit Tanja Raith und Andi Blaimer am Freitag, 13. März um 19 Uhr in der Historischen Druckerei Seidel in Sulzbach-Rosenberg. Und zum ersten Mal ist Andi Blaimer der Wortführer auf der Bühne. Im Interview verrät das Paar auch , was es zusammenhält und warum es zukünftig nicht langweilig wird.

ONETZ: Statt Party mit Familie und Freunden feiern Sie Ihre Silberhochzeit mit Bühnenprogramm und Tour – das spricht für eine rundum positive Ehebilanz, oder?

Andreas Blaimer: Andi Blaimer: So eine Ehejubiläum geht an uns praktisch spurlos vorbei. Wir haben uns füreinander entschieden und wir gehen miteinander durch dick und dünn, da sind wir beide altmodisch. Es ist also nichts besonderes, wenn man sich mal füreinander entschieden hat. Ob da dann 5, 10 ,20 oder 50 Jahre vergangen sind. Ich sag ja nicht "Oh mein Gott, schon 25 Jahre! So lange? Wie hab ich das nur ausgehalten. Da muss ich sofort feiern!" Ehe ist nicht immer eitel Sonnenschein, das ist Arbeit an der Beziehung und an sich selbst. Wenn man nichts dafür tut, darf man auch nicht erwarten, dass sie gutgeht. Von alleine passiert gar nichts, außer, dass die Beziehung gegen die Wand fährt. Wir leben und arbeiten miteinander, das ist für uns beide das grösste Glück, auch wenn es manchmal nicht einfach ist, weil Beruf und privat nicht zu trennen ist. Wir feiern seit wir zusammen Musik machen gemeinsam auf der Bühne mit unserem Publikum. Es gibt nichts Schöneres für uns, als mit unserer Musik und unseren Programmen Menschen eine schöne Zeit zu bereiten und Menschen glücklich zu machen. Das macht uns selbst glücklich.

ONETZ: Haben Sie auch einen Tipp für alle, die so ein Jubiläum selbst ansteuern möchten?

Tanja Raith: Tanja Raith: Nicht davonlaufen (lacht)! Sich mit den Problemen in der Beziehung auseinandersetzen, auch wenn das manchmal sehr unangenehm ist. Wichtig für uns ist es zu streiten. Da kann sich Angestautes entladen. Dabei ist es wichtig, dass sich so ein Streit nicht über Tage hinzieht. So ein Gewitter ist gut, nötig und reinigend, aber gleich darauf muss die Sonne wieder scheinen dürfen, sonst zermürbt man die Beziehung. In unserem Programm vergleichen wir die Beziehung mit einem Blumenstock. Der Beziehungsblumenstock. So ein Gewitter gibt ihm wieder Wasser. Aber man darf natürlich auch nicht vergessen ihn zu düngen.

ONETZ: Welche Stationen beinhaltet denn diese besondere musikalische Reise durch die letzten drei Jahrzehnte?

Andreas Blaimer: Andi Blaimer: Kennen gelernt haben wir uns in einer Acoustic Pop Combo. Tanja hat am Theater gearbeitet, hatte ein Chansonprogramm, eine Jazzcombo und sie natürlich über die Jahre viele Songs geschrieben. Ich komm ja eher aus der Funk-und Soulrichtung und hatte lange Jahre ein Solo-Kabarettprogramm. In „Geschichten einer Ehe“ ist von allem etwas drin. Musikalisch sinds drei Jahrzehnte. Die Beziehungsgeschichte deckt unsere ersten 5 turbulenten Kennenlernjahre ab. Nach dem Standesamt passiert ja nicht mehr viel, da ist man ja dann schon verheiratet (lacht).

ONETZ: Wer hat ausgewählt?

Tanja Raith: Tanja Raith: Jeder bringt seine Songs ein, die er in dem Programm gerne singen möchte. Die haben wir in die Geschichte eingebunden, die der Blaimer liest. Es ist im übrigen das erste Mal, dass nicht ich die Wortführerin auf der Bühne bin, sondern der Blaimer. Er hat ja auch für dieses Programm das Buch geschrieben. Unsere Beziehungsgeschichte aus seiner Warte quasi. Das war ganz schön spannend für mich.

ONETZ: „Pikante Ehehighlights“ kommen ebenfalls zur Sprache. Worauf genau darf man sich freuen?

Tanja Raith: Tanja Raith: Ja, da wollen wir natürlich nicht zuviel verraten. Nur soviel, dass der Blaimer schon ganz schön viel Einsatz bringen musste, um mich zu kriegen. Ich war nämlich auch nicht unbedingt ein Kind von Traurigkeit und hab ihn ganz schön zappeln lassen.

ONETZ: Und mit Blick auf die nächsten 25 Jahre - sind noch Wünsche offen ?

Andreas Blaimer: Andi Blaimer: Oje, das klingt ja schon final. So alt sind wir jetzt auch noch nicht. Wir haben durchaus noch Perspektiven (lacht). Wir haben schon noch etliches vor! Ja, natürlich. Wir sind auch gerade dabei, unsere Projekte umzusetzen. Zum Beispiel hat Tanja gerade ihre erste Ausstellung mit ihren farbenfrohen „Farbflucht“-Traumweltbildern in der Fronfeste in Roding eröffnet, die bis 12. April jeden Samstag und Sonntag von 15-18 Uhr offen hat. Unser Musikvideo „Frei“ ist gerade fertig geworden und ist auch in dieser Ausstellung zu sehen. Wir gehen demnächst unsere neue CD an, dann gibt’s ein neues Musikvideo, das Buch „Eine Lederhose packt aus“ wird nächstes Jahr fertig, und wir arbeiten an einem neuen Programm. Also langweilig wird uns in diesem Leben nicht mehr. Der wichtigste Wunsch ist aber: Gesundheit, Frieden, Glück und Spass für alle Menschen.

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