17.02.2021 - 19:50 Uhr
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Meinung Immunisiert die Grenzregion: Mehr Impfstoff für die Pufferzonen!

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In einem Brandbrief fordert Tirschenreuth Bürgermeister Franz Stahl eine Anpassung der Impfstrategie. Jürgen Herda kommentiert die Forderung nach mehr Impfstoff für die belastete Grenzregion.

Der Landkreis Tirschenreuth ist Pufferzone zum Hochinzidenz-Kreis Cheb/Eger: Bundespolizei kontrolliert Einreisende an der bayerisch-tschechischen Grenze bei Märching.
von Jürgen Herda Kontakt Profil
Kommentar

Kaum anzunehmen, dass die Menschen im Landkreis Tirschenreuth leichtsinniger sind als im Rest der Republik. Ursache für den traurigen Rekord mit den höchsten Inzidenzzahlen Deutschlands ist ein Ursachenbündel.

Die Nähe zum Hotspot Cheb ist ein Grund. Die unsinnige Aussetzung der Testpflicht für einige Wochen durch ein Gericht ein weiterer. Die Vielzahl gewerblicher Arbeitsplätze ein dritter: Wo gehobelt wird, fallen eben mehr Späne als im klimatisierten Hochglanzbüro.

Kein Kirchturmdenken

Die Forderung der Kommunalpolitiker, das Übel an der Wurzel zu packen, ist deshalb keineswegs nur Kirchturmdenken. Zum einen bescheinigen Gesundheitsämter und Regierung dem Landrat, alles mögliche zu tun, um die Pandemie zu bekämpfen.

Zum anderen fällt dem Landkreis der unfreiwillige Status als Pufferzone zu den tschechischen Grenzregionen zu. Eine Anpassung der Impfstrategie ist unter diesen Umständen nur logisch.

Corona-Garaus nach zweiter Impfung

Wer regelmäßig Christian Drostens Podcast hört, kann dem nur zustimmen. Der Chefvirologe macht deutlich, dass Impfen nicht nur das individuelle Infektionsrisiko drastisch verringert. Es stoppt auch die Infektionsketten.

Denn nach der zweiten Imfpung entsendet das Immunsystem auch Antikörper in die Schleimhäute, die dem Virus den Garaus machen – und damit auch die Grenzregion immunisiert.

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