10.06.2021 - 15:36 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Umfrage zur Stimmung in der bayerischen Wirtschaft

Bayerns Wirtschaft scheint mit einem blauen Auge durch Corona zu kommen. Die Stimmung der Unternehmer hellt sich auf. Für das zweite Quartal erwarten sie bessere Geschäfte und einen Mehrbedarf an Arbeitskräften.

Der Präsidenten der bayerischen Arbeitgeberverbände bayme, vbm und vbw, Wolfram Hatz, spricht bei einem Festakt zur Amteinführung im Jahr 2019.
von Jürgen UmlauftProfil

Bayerns Unternehmen blicken wieder positiv in die Zukunft. Die Erwartungen für mehr Wachstum und Beschäftigung weisen steil nach oben. Das geht aus der aktuellen Verbandsumfrage der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) hervor. Zwar werde die Wirtschaft durch Corona noch immer "ausgebremst" und die Gesamtlage sei weiterhin unbefriedigend, doch mache sich bei den Unternehmen "Zuversicht und vorsichtiger Optimismus" breit, kommentierte VBW-Präsident Wolfram Hatz die Index-Daten. Man setze darauf, dass mit einer zunehmenden Zahl an Impfungen und stabil niedrigen Infektionszahlen die jetzt beschlossenen Öffnungen dauerhaft möglich blieben und auf weitere Bereiche ausgeweitet werden könnten. Damit werde auch der konjunkturelle Aufholprozess stärker in Gang kommen, meinte Hatz.

Für das laufende Jahr rechnet die VBW mit einem bayernweiten Wachstum von rund drei Prozent. Das seien zwar gute Perspektiven, der Anstieg reiche aber nicht aus, um den deutlichen Einbruch des Jahres 2020 auszugleichen, betonte Hatz. Das Vorkrisenniveau werde frühestens 2022 wieder erreicht. Um durchstarten zu können, brauche es nun ein "Entfesselungsprogramm für die Wirtschaft". Hatz sprach von nötigen finanziellen und bürokratischen Entlastungen. "Mit einem Klotz am Bein wird das Freischwimmen aus der Krise nicht gelingen", sagte er. Als schwerwiegendes Risiko schätzte Hatz die Lieferengpässe bei Rohstoffen und Zubehörteilen ein. Zahlreiche Firmen müssten deshalb trotz voller Auftragsbücher immer wieder die Produktion stoppen oder Kurzarbeit anmelden.

Klar sprach sich Hatz gegen eine Verlängerung der Pflicht zum Home-Office aus. Diese Regelung dürfe nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Ob und in welchem Umfang ein Unternehmen seinen Mitarbeitern Home-Office anbiete, müsse deren Entscheidung bleiben. "Wir werden das weiter anbieten, wo es sinnvoll ist, aber eine Pflicht oder ein Wahlrecht für Beschäftigte lehnen wir ab", sagte Hatz. Es müssten beim Home-Office die Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Unternehmen berücksichtigt werden.

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