13.07.2020 - 19:16 Uhr
UrsensollenDeutschland & Welt

Grammer: Einbruch im zweiten Quartal

Bei Grammer schlägt die Covid-Krise im zweiten Quartal voll durch. Am Montagabend ging das Unternehmen an die Öffentlichkeit – mit furchtbaren Zahlen.

Grammer
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Der Autozulieferer Grammer hat am Montag vor Verlust und Umsatzeinbruch im zweiten Quartal aufgrund der Covid-19-Pandemie gewarnt. Kurz vor Börsenschluss gab das Unternehmen per Ad-hoc-Meldung bekannt, dass es auf Basis vorläufiger Zahlen davon ausgeht, dass im zweiten Quartal 2020 ein Konzernergebnis erzielt wird, "das signifikant unter den Markterwartungen liegen wird".

Die neue Grammer-Zentrale in Ursensollen

Ursensollen

Konkret geht die Grammer AG von einem Verlust nach Steuern und Zinsen von 50 Millionen Euro aus. Im Vorjahreszeitraum war noch ein positives Ergebnis von rund 26 Millionen Euro erzielt worden. Noch heftiger fallen die Einbußen beim Umsatz aus: Laut Mitteilung soll der im zweiten Quartal bei 281 Millionen Euro gelegen haben. Im Vorjahreszeitraum betrug der Umsatz 517,4 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Rückgang um mehr als 45 Prozent.

Zur Erklärung verweist das Unternehmen auf die Covid-19-Pandemie und den mit dieser verbundenen vorübergehenden Produktionsstopp. Allerdings gebe es auch Sondereffekte. Unter anderem seien Lagerbestände und Vorräte neu bewertet worden.

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Ulrich Kreillinger

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Corona-Krise zeigen sich bereits deutlich insbesondere bei den Zulieferern der Automobilindustrie. Hier besteht konkret die Gefahr des Verlustes von zahlreichen Arbeitsplätzen. Schon ohne die Pandemie bauten sich dunkle Wolken über der deutschen und bayerischen Leitindustrie auf. Dabei ist erkennbar, dass in diesem Wirtschaftszweig viel zu sehr auf das Prinzip Hoffnung gesetzt wurde, statt rechtzeitig die Weichen neu zu stellen.

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