09.06.2020 - 16:17 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Grammer: So schaut die neue Konzernzentrale in Ursensollen von innen aus

Nicht mehr lange, dann beziehen 720 Grammer-Mitarbeiter die neue Konzernzentrale in Ursensollen. Bei einer Führung geben die Verantwortlichen Einblick in das 53 000 Quadratmeter große Areal.

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Die bunten Klebezettel verraten es: Der Grammer-Bau in Ursensollen steht kurz vor dem Abschluss. Die Blättchen sind überall dort angebracht worden, wo noch Mängel beseitigt werden müssen. Hier ein Loch im Putz, dort muss noch an einer Fliesenfuge nachgearbeitet werden. Das Grundgerüst steht aber.

Etliche Arbeiter verpassen dem Innenleben der Gebäude also den letzten Schliff. Ist das geschehen, sollen insgesamt 720 Mitarbeiter am Ursensollener Standort arbeiten. Derzeit sind schon 160 Frauen und Männer in der Zentrale. Wann der Umzug genau vonstatten gehen soll, ließen sich die Verantwortlichen nicht entlocken. Günter Krämer aus der Marketing-Abteilung und Stefan Badura, Projektleiter des Neubaus, verrieten aber: Bereits im dritten Quartal dieses Jahres wird es so weit sein. Der Spatenstich liegt etwas mehr als zwei Jahre zurück. Damit ist das Unternehmen recht flott bei der Umsetzung. Auch die Coronapandemie führte zu keinen Verzögerungen. Weil man großen Wert auf regionale Materialien gelegt und somit für eine Versorgungssicherheit gesorgt habe. "Der Umzug wird noch einmal eine logistische Herausforderung", erklärte Krämer.

Auch Grammer trifft die Coronapandemie - das Unternehmen setzt die Dividende aus

Amberg

Parkhaus fasst 680 Autos

Badura sprach von einem "Meilenstein in der Geschichte Grammers". Zwar eine ziemlich vergriffene Methapher, Unrecht hat der Projektleiter allerdings nicht. Denn das was in Ursensollen geplant worden ist, ist schon beeindruckend. Rund 16 500 Quadratmeter an Büroflächen sind entstanden. Dafür sind etwa 10 800 Kubikmeter Beton und 1650 Tonnen Stahl sowie 3300 Glasscheiben verbaut worden. Ein Parkhaus fasst 680 Autos. Die Erdgeschoss-Ebene soll noch komplett mit E-Ladestationen ausgerüstet werden. Außerdem entsteht in Ursensollen ein neues Rechenzentrum.

Krämer sagte bei der Besichtigung, dass das Unternehmen die Teams näher zusammenbringen möchte. Das bedeutet: Großraumbüros. Etliche Aktustikelemente und sogenannte Telefonzellen, die als Rückzugsort dienen, sollen einen zu hohen Lärmpegel vermeiden. Die Außengestaltung läuft derzeit auch. Aktuell wird gepflastert. Mittelfristig soll eine Art naturnahe Parkanlage entstehen, in der Mitarbeiter auch ihre Mittagspausen verbringen können.

Event-Cooking in der Kantine

Ohnehin bietet das Unternehmen einiges für ihre Angestellten. Laut Badura sind Kooperationen mit Fitnessclubs geplant, Bike-Sharing, also ein Fahrradverleihsystem, ist angedacht. Es sind Duschen für die Sportler installiert worden. In der Kantine gibt es sowohl vegane Gerichte als auch Event-Cooking, bei der die Speisen vor den Augen der Mitarbeiter zubereitet werden. Außerdem sind sogenannte Action-Rooms geplant. Räume, in denen beispielsweise ein Kicker Platz findet und was die Angestellten noch gerne hätten oder sich vorstellen könnten. Ein Konzept dafür soll miteinander erarbeitet werden.

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