25.11.2021 - 16:07 Uhr
Deutschland & Welt

Vorschau Luisenburg-Festspiele 2022: Die Show muss weitergehen

Auch wenn kulturell gerade wegen der Corona-Pandemie deutschlandweit wieder die Lichter etwas ausgehen, setzen die Luisenburg-Festspiele einen klaren Kurs: Am 3. Dezember beginnt der Kartenvorverkauf für die Saison 2022.

Musical-Star Zodwa Selele (Mitte) übernimmt die Hauptrolle in "Sister Act".
von Holger Stiegler (STG)Profil

"Wir gehen mit einem vollen Zuschauerraum in den Vorverkauf", zeigt sich Birgit Simmler, Künstlerische Leiterin der Festspiele, im Gespräch mit Oberpfalz-Medien zuversichtlich. Ein Festival unter freiem Himmel sei in den vergangenen Sommern einfacher gewesen als Innenveranstaltungen. Je nach Lage werde man dann, wenn es so weit ist, die Einlassbedingungen anpassen. "Ich gehe davon aus, dass es nicht so streng sein wird wie aktuell", betont Simmler.

Aber dennoch wird natürlich der Vorverkaufsstart etwas getrübt: Eigentlich sei eine viel größere Präsentation der Spielzeit und der konkreten Arbeit geplant gewesen. Eigentlich wollte man demonstrieren, was es mit dem Luisenburg-Projekt "Forschung & Entwicklung" auf sich hat und dass daraus die beiden Musicals "Trolle unter uns" und "Zeitelmoos" der kommenden Saison entstanden seien. Eigentlich wollte man Ausschnitte aus Produktionen vorstellen, und eigentlich wollte man ein "Behind the Scenes" geben. Das habe die gegenwärtige Corona-Lage allerdings verhindert.

Drei Musicals im Programm

"Ich verspreche aber ein künstlerisches Feuerwerk für 2022", so Simmler. Gelingen soll dies unter anderem mit fünf Eigenproduktionen: Dies sind neben dem Familienmusical "Trolle unter uns" und dem Musical "Zeitelmoos" noch das Schauspiel "Amadeus" von Peter Shaffer, das "himmlische" Musical "Sister Act" sowie die Shakespeare-Komödie "Der Sturm". Nach der ausgefallenen Saison 2020 und der reduzierten Corona-Saison 2021 stellt sich Simmler konkret die Frage: "Wie früh gewinnen wir das Publikum zurück?"

Mit Blick auf Weihnachten werde sich im Vorverkauf sicherlich etwas tun. "Aber wir werden bestimmt eine andere Verkaufskurve erleben wie gewohnt", sagt Simmler. Sie rechnet damit, dass erst im Frühjahr 2022 der große "Run" auf die Tickets einsetzen wird. "Wer jetzt zuschlägt, bekommt bessere Plätze", so die Künstlerische Leiterin. Neben Eigenproduktionen stehen auch Gastspiele von Oper und Operette sowie zahlreiche Konzerte auf dem Spielplan. "Bei allen Konzerten gibt es einen Neuverkauf", so Simmler. Konkret bedeutet dies, dass auch die beiden vormals ausverkauften Konzerte von Chris de Burgh wieder neu in den Verkauf gehen.

Aus den beiden von Corona geprägten Jahren 2020 und 2021 sind die Festspiele wirtschaftlich mit einem "blauen Auge" herausgekommen. Das Defizit im Betriebshaushalt konnte zum einen durch die sogenannten Scholz-Bundesmittel und zum anderen durch eine einmalige Sonderleistung des Freistaates in Höhe von einer guten Million Euro geschlossen werden.

Jimmy Hartwig als Kaiser

Die Lücke im Investitionshaushalt - bedingt durch den weggefallenen beziehungsweise deutlich reduzierten Förderbeitrag im Ticketverkauf - werde man mit einer internen Lösung schließen, so Simmler. In der kommenden Saison wird es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Luisenburg-Schauspielern geben - von Maurice Daniel Ernst und Mira Huber über Paul Kaiser und Nikola Norgauer bis hin zu Musical-Star Zodwa Selele und Christian Sengewald. Besonders gespannt sein darf man aber auf einen "Debütanten": Der ehemalige Fußball-Bundesligaspieler Jimmy Hartwig steht erstmals auf der Luisenburg-Bühne und übernimmt die Rolle des Habsburger-Kaisers Joseph II. von Österreich in "Amadeus".

Im "Herbst-Winter-Schlaf" befinden sich aktuell Bühne und Zuschauerraum der Luisenburg - ein Sinnbild für die aktuelle durch Corona bedingte Entwicklung im Kulturbereich: Die Planungen für die Festspielsaison 2022 laufen aber auf vollen Touren.

Besuch beim Waffenmeister der Luisenburg-Festspiele

Deutschland & Welt
Service:

Luisenburg-Saison 2022

  • Vorverkauf für die neue Saison startet am 3. Dezember um 8 Uhr
  • Eigenproduktionen: „Trolle unter uns“ (Familienmusical), „Amadeus“ (Schauspiel), „Sister Act“ (Musical), „Der Sturm“ (Komödie), „Zeitelmoos“ (Musical)
  • Gastspiele: Land des Lächelns (Operette), Hänsel und Gretel (Oper)
  • Konzerte: u.a. The Spirit of Falco, Chris de Burgh, Beth Hart, Django 3000, Haffner meets Landgren, The Magic of Queen Classic mit Markus Engelstädter
  • www.luisenbug-aktuell.de
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.