Vorweihnachtliche Umtauschaktion: Klimapaket wegen Nichtgefallen zurück

Wichtige Teile des Klimapakets der Regierung sind vorerst gestoppt. Es ist zu befürchten, dass das Nachverhandeln mühsam wird. Der Plan, ein besseres Paket bis vor Weihnachten neu zu schnüren, ist optimistisch, meint Tobias Schwarzmeier

Zu klein sollte das neue Klimapaket trotz der Suche nach Kompromissen nicht ausfallen.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil
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Normalerweise werden Päckchen erst am Weihnachtsabend geöffnet. Sollte der Inhalt dann nicht gefallen, wandert er im neuen Jahr gleich wieder retour. Der Bundesrat gibt nun das Klimapaket zurück, in der Hoffnung auf eine verbesserte, Umtausch-sicherere Version noch vor Jahreswechsel. Das wäre ein echtes Weihnachtswunder. Die langwierigen bisherigen Verhandlungen machen klar, dass es ein Päckchen ist, das trotz aller Feinabstimmungen fast niemandem richtig Freude machen wird. Weder allen Spendern noch den vermeintlich Beschenkten. Einigen ist es zu klein, anderen zu umfangreich. Nun soll für den ausgehandelten Kompromiss ein in Teilen noch weitergehender Kompromiss gefunden werden. Von den bisher unbeteiligten Grünen und allen, denen einzelne Aspekte ohnehin schwer im Magen lagen. Es droht ein Kompromiss zum Nachteil der Menschen, die entlastet werden sollten, weil sie das Paket tragen müssen. Und ein Kompromiss, der kostbare Zeit kostet, während die Jugend vorbildlich freitäglich liefert.Wenn das Paket schon neu geschnürt werden muss, sollte es schnell auf den Weg gebracht werden und darf nicht noch kleiner werden. Denn davon, wie gut es ankommt, hängt ab, was man vom wahren Beschenkten, dem Klima, zurückbekommt.

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