08.04.2020 - 11:39 Uhr
WackersdorfDeutschland & Welt

Wackersdorf: BMW will in der Oberpfalz Atemschutzmasken produzieren

Der Autobauer BMW steigt in die Produktion von Atemschutzmasken ein. Auch das Werk in Wackersdorf ist daran beteiligt. Bis zu 300.000 Masken am Tag sollen produziert werden.

Markus Söder (links, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, nehmen an einem Pressetermin auf dem Werksgelände teil. Der Autobauer BMW will in der Corona-Kirse in die Produktion von Atemschutzmasken einsteigen.
von Agentur DPAProfil

Auch der Autobauer BMW steigt in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken ein. „Damit gehen wir die globalen Engpässe aktiv an. Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München. Die für die Produktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend könnten bis zu 300 000 Masken am Tag produziert werden.

Wie die Pressesprecherin der BMW-Zentrale in München am Mittwoch auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien bestätigte, werden die dafür erforderlichen Maschinen von der PIA-Automation in Amberg geliefert. Es seien zunächst drei Maschinen geordert worden. Mit dem Equipment sollen dann im Werk Wackersdorf – hier sind rund 700 Mitarbeiter beschäftigt – "pro Tag mehrere hunderttausend Stück" gefertigt werden.

PIA Automation in Amberg stellt die Produktion auf Gesichtsmasken-Anlagen um

Amberg

Wann und mit wie vielen Mitarbeitern die Produktion definitiv anläuft, konnte am Mittwoch noch nicht mitgeteilt werden. Bis Ende des Monats ist noch Produktions-Stop bei BMW. Das Unternehmen will die Schutzausrüstung vorrangig für den Eigenbedarf der Beschäftigten nutzen. Überkapazitäten sollen aber auch für weitere Interessenten und Abnehmer zur Verfügung gestellt werden.

In den vergangenen Tagen hatten schon viele andere deutsche Unternehmen auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt. Sie reagierten damit auf Appelle aus der Politik, da der weltweite Handel mit den Masken wegen der hohen Nachfrage massiv unter Druck steht. Solange es keinen Impfstoff gegen die Krankheit gebe, werde der Bedarf an Masken sehr hoch bleiben, sagte CSU-Chef Markus Söder. Ein Rückfall bei den Ansteckungen müsse in jedem Fall verhindert werden.

BMW will die Maskenproduktion auch für den Eigenbedarf nutzen. Um die Produktion in den Werken in den kommenden Wochen wieder hochfahren zu können, dürften viele Mitarbeiter Schutzmasken benötigen. Überkapazitäten sollen aber auch für den Gebrauch von Ärzten und Pflegern zur Verfügung gestellt werden.

Für den Kampf gegen das Coronavirus spendete der Autobauer dem Freistaat Bayern zudem eine Million Paar medizinische Handschuhe und 50.000 FFP2-Atemschutzmasken. „In dieser Notlage ist eine zügige und koordinierte Hilfeleistung von höchster Bedeutung“, sagte Zipse. Er kündigte an, dass BMW „in den nächsten zwei Wochen“ noch einmal eine Million Atemschutzmasken spenden werde.

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