07.11.2019 - 11:55 Uhr
WaidhausDeutschland & Welt

108.800 Zigaretten im Kofferraum

108.800 Zigaretten oder 544 Stangen: Fahnder der Bundespolizei Waidhaus haben am Mittwoch einen 27-Jährigen erwischt, der massig unversteuerte Zigaretten über die Grenze schmuggeln wollte. Die Großkontrolle diente aber einem anderen Zweck.

Sieht aus wie das Resultat einer Shoppingtour im Möbelgeschäft, ist aber das Ergebnis der Kontrolle eines 27-Jährigen. Dieser wollte 108.800 Zigaretten über die Grenze schmuggeln.
von Julian Trager Kontakt Profil

In einer großangelegten Kontrolle hat die Bundespolizei Waidhaus bei einem 27-Jährigen 108.800 unversteuerte Zigaretten (544 Stangen) sichergestellt. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und am Donnerstag dem Ermittlungsrichter in Weiden vorgeführt, wie die Bundespolizei berichtet. Die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Waidhauser Zolls erstellte einen Steuerbescheid in Höhe von knapp 18.000 Euro. Das Zollfahndungsamt München hat die Ermittlungen übernommen. Neben den Zigaretten landeten die Beamten weitere Treffer. Unter anderem erwischten sie einen 26-Jährigen, der etwa 40 Gramm Marihuana in einer Chipsdose über die Grenze schmuggeln wollte.

Insgesamt wurden in der konzertierten Aktion am Mittwoch auf dem A6-Parkplatz Ulrichsberg (Kreis Neustadt/WN) in Richtung Nürnberg und auf der B14 in Lohma (Kreis Neustadt/WN) mehr als 1700 Personen in fast 800 Fahrzeugen kontrolliert. Fahnder der federführenden Bundespolizei Waidhaus, der Grenzpolizei Waidhaus, der Bundesbereitschaftspolizei aus Bayreuth und der Waidhauser Zoll waren im Einsatz. Ein Hubschrauber der Bundespolizei sollte von der Luft aus feststellen, ob jemand Ausweichbewegungen macht. Auch tschechische Polizisten waren im Einsatz. Sie sollten mit einem Personendetektionsgerät Lastwagen nach geschleusten Migranten durchchecken. Laut Bundespolizei waren in letzter Zeit Migranten in kleineren Gruppen in die Kreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf abgesetzt worden. Ein Schwerpunkt der Großkontrolle war daher, solche "menschenunwürdige und lebensgefährliche Schleusungen" frühzeitig zu entdecken, heißt es in der Mitteilung. Bei den 85 kontrollierten Laster wurden allerdings keine Auffälligkeiten festgestellt. Die Bundespolizei bittet die Öffentlichkeit trotzdem darum, mögliche Migranten der Polizei zu melden. Bundespolizei-Einsatzleiter EPHK Vogt sagt: "Ziel ist es, Gesundheitsschäden für Geschleuste durch Nässe, Kälte und unbekanntes Terrain zu vermeiden und über Aussagen der Migranten an Schleuserfahrer und Hintermänner heranzukommen, die sich mit der Not der Menschen eine goldene Nase verdienen."

In einer Chipsdose wollte ein 26-Jähriger Marihuana nach Deutschland einführen.
Auf dem A6-Parkplatz Ulrichsberg (Kreis Neustadt/WN) fand ein Teil der großangelegten Kontrolle am Mittwoch statt.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.