Meinung: Aufklärung statt Verdächtigungen zu Einsätzen des Rettungshubschraubers Christoph 80

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

Ein Artikel schlägt schon vor der Veröffentlichung hohe Wellen: Jürgen Herda kommentiert Recherche und Reaktionen zu Vorwürfen, Landrat Andreas Meier habe den Rettungshubschrauber privat genutzt.

Der Rettungshubschrauber „Christoph 80“.
von Jürgen Herda Kontakt Profil
Kommentar

Das unbestritten seriöse Recherchenetzwerk Correctiv hat dem Autor dieses Artikels ein gut 20 Seiten starkes Kompendium mit Vorwürfen gegen Landrat Andreas Meier und die Integrierte Leitstelle zugespielt. Darin meinen zwei Autoren, die darauf bestehen, nicht genannt zu werden, nachweisen zu können, dass der Landrat den Rettungshubschrauber Christoph 80 zu Privatzwecken genutzt habe.

Als neutrales Medium gehen wir solchen Vorwürfen selbstverständlich nach. Und presserechtlich dürfen wir die anonymen Verfasser der Kritik auch nicht nennen. Sowohl der Landrat als auch die Leitstelle zeigten sich kooperativ. Vier ILS-Verantwortliche legten plausibel dar, dass Meier auf Einladung der ILS zwei Einsätze begleitete, was natürlich nichts mit privater Nutzung zu tun hat. Der Landrat betont, dass die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe längst als haltlos widerlegt hat.

Landrat geht in Facebook-Offensive

Noch vor Veröffentlichung dieses Artikels wird über dessen Inhalt auf Facebook diskutiert, weil sich Landrat Meier entschlossen hat, selbst in die Offensive zu gehen und das Dementi zu veröffentlichen. Das ist sein gutes Recht, führt aber zum Teil zu grotesken Kommentaren, wie: Der - noch nicht erschienene Artikel - sei schlecht recherchiert. Das ist falsch. Die Nachfrage beim Landrat, die Bitte um Auflistung von Flügen und deren Erklärung ist Teil der Recherche.

Das Ergebnis: Wir halten die Vorwürfe für unberechtigt. Aber diese Feststellung kann eben erst an deren Ende stehen. Würde wir solchen Vorwürfen nicht nachgehen, würde man uns zurecht Hofberichterstattung vorhalten. Unsere Aufgabe ist es, ohne Ansehen der Person Aufklärung zu betreiben. Nur so lassen sich Fake-News aus der Welt schaffen, auch wenn sie in Parallelwelten weiter existieren.

Leitstelle und Landrat widersprechen der "Schmutzkampagne"

Weiden in der Oberpfalz

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.