K&L schließt 14 Filialen: Weiden und Amberg bleiben

Das Insolvenzverfahren von K&L läuft, nun hat es erste Auswirkungen. 14 Filialen werden geschlossen, darunter auch in Hof. Weiden und Amberg sind nicht betroffen.

K&L Ruppert in Amberg bleibt bestehen. Die Filiale steht nicht auf der Liste derer, die im Zuge des Insolvenzverfahrens geschlossen werden.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Das Amtsgericht Weilheim hat das Insolvenzverfahren von K&L zu Jahresbeginn eröffnet. Nun ergeben sich daraus die ersten Folgen: "Im Zuge der Restrukturierung werden bis Ende April 2019 insgesamt 14 Filialen geschlossen und die Organisationsstruktur der Hauptverwaltung dementsprechend angepasst", schrieb das Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Im Zuge der Restrukturierung sollen bis Ende April 2019 insgesamt 14 Filialen in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen geschlossen werden. Dies hat die K&L-Geschäftsführung gemeinsam mit dem Betriebsrat nach Zustimmung des Gläubigerausschusses beschlossen. Betroffen ist davon unter anderem auch die Filiale in Hof.

„Die Schließung von 14 Filialen ist leider unerlässlich, um K&L wieder nachhaltig in die Profitabilität zurückzuführen und als Ganzes erhalten zu können. Bei allen betroffenen Standorten sehen wir auch unter Annahme günstiger Rahmenbedingungen mittel- bis langfristig nicht die Chance, dass sie einen positiven Ergebnisbeitrag leisten können“, sagt Christian Gerloff, Geschäftsführer (CRO).

In den betroffenen Filialen sind derzeit knapp 200 Mitarbeiter beschäftigt. Ihnen wird angeboten in eine andere Filiale zu wechseln. Auf das laufende Geschäft der Filialen soll die Schließung keine Auswirkungen haben, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt beschäftigt K&L knapp 900 Mitarbeiter.

Amberg

„Wir haben die letzten drei Monate genutzt, um unser Sanierungskonzept auszuarbeiten und die Neuausrichtung des Unternehmens zu forcieren. Auch bzw. insbesondere der positive Geschäftsverlauf im Dezember und Januar zeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen greifen“, sagte Jens Bächle, Geschäftsführer (CEO) von K&L.

„Seit dem im Herbst beantragten Schutzschirmverfahren hat die Geschäftsführung von K&L die insolvenzrechtlichen Möglichkeiten im Rahmen der Eigenverwaltung erfolgreich genutzt. Zudem besteht ausreichend Liquidität und K&L ist bis Ende 2019 durchfinanziert. Es gibt sehr gute Aussichten, dass das Verfahren schon bald erfolgreich abgeschlossen werden kann“, sagte der gerichtlich bestellte Sachwalter, Rechtsanwalt Oliver Schartl.

In den nächsten Monaten werden die im Sanierungskonzept vorgesehenen strategischen und operativen Maßnahmen konsequent umgesetzt. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf einer Modernisierung der Filialen sowie auf einer Steigerung der Attraktivität der Verkaufsflächen und des Sortiments. Außerdem teilte das Unternehmen mit, dass sich die Investorensuche aktuell auf einem guten Weg befinde. Mit einem Ergebnis könne in den nächsten Wochen gerechnet werden.

Liste der K&L-Filialen, die im April 2019 geschlossen werden.
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