Neuer SPD-Landeschef Grötsch? "Ich fühle mich geehrt"

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Natascha Kohnen will nicht mehr Landesvorsitzende der SPD sein. Ein Nachfolger muss her. Ein gefragter Mann ist der Weidener Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch. „Das ehrt mich“, freut er sich im Interview.

Uli Grötsch, Generalsekretär der Bayern-SPD, und Natascha Kohnen, Landesvorsitzende der SPD in Bayern.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Die SPD sucht einen neuen Landesvorsitzenden, weil Natascha Kohnen am Samstag bekannt gegeben hat, den Posten abgeben zu wollen. Ob auch der Weidener Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch Ambitionen auf diese Amt hat, erklärt der 45-Jährige im Interview.

ONETZ: Wer soll Nachfolger oder Nachfolgerin von Natascha Kohnen werden?

Uli Grötsch: Das muss der Parteitag entscheiden, wie immer. Bis zum Parteitag – wir planen ihm Ende März – haben alle, die Interesse am Parteivorsitz haben, die Gelegenheit, zu kandidieren.

ONETZ: Wie wäre es mit Ihnen selbst? Hätten Sie nicht Lust darauf?

(lacht) Das ist keine Frage der Lust. Auch in schwierigen Zeiten ist es eine große Ehre, den Parteivorsitz inne zu haben. Ich fühle mich geehrt, dass mich derzeit so viele danach fragen. Meine Entscheidung werde ich zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Ein Kommentar zu Natascha Kohnens Entscheidung

Bayern

ONETZ: Wie ist es mit Florian von Brunn? Oder fällt Ihnen ein anderer Kandidat ein?

Bis zum Parteitag haben alle, die kandidieren möchten, Gelegenheit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Wer das dann sein wird, wissen wir spätestens beim Parteitag.

ONETZ: Was muss sich bei der SPD in Bayern ändern?

Ich glaube, dass es immer extrem wichtig ist, sehr nah an den Menschen zu sein, so wie es Ludwig Stiegler war. Wenn wir nah an den Menschen sind, müssen wir eine klar formulierte Botschaft haben, die wieder deutlich aufzeigt, was die Unterschiede zwischen der Sozialdemokratie und anderen Parteien sind. Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass die Botschaften ankommen. Das hat im 21. Jahrhundert viel mit modernen Kommunikationsmitteln zu tun.

ONETZ: Und auf Bundesebene?

Auf Bundesebene geht es genauso darum, unverwechselbare Positionen zu haben und ein klares Ziel. Unser Ziel als Sozialdemokraten muss es sein, dass es den Menschen in Deutschland jeden Tag ein bisschen besser geht, vor allem jenen, die mit Händen und Köpfen für ihre Mitmenschen arbeiten.

ONETZ: Die Grünen sind seit ein paar Jahren recht erfolgreich. Was kann die SPD von ihnen lernen?

Nichts.

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