Ob Trump, Brexit oder Gelbwesten: Die Spaltungen in vielen westlichen Demokratien haben einen gemeinsamen Nenner: Ländliche Räume fühlen sich von Metropolen und deren Eliten abgehängt. Der Konflikt lässt sich nur bedingt auf Ostbayern und Westböhmen übertragen - beide Regionen entwickeln sich positiv. "Der Begriff 'Neue Ländlichkeit' ist mithin ein Beleg für den politischen Bedeutungszuwachs, für neue Wege der Politikgestaltung und für das gewandelte Selbstverständnis ländlicher Räume", zitiert Professor Manuel Trummer den profilierten Regionalentwickler Professor Ulf Hahne. Mit anderen Worten: Am Land ist noch lange nicht Schluss.
Am kommenden Samstag, 16 Februar, ab 10 Uhr(Hörsaalgebäude am Hetzenrichter Weg 15 in Weiden, Eintritt frei) beleuchten Wissenschaftler der Universitäten Pilsen, Regensburg, Bayreuth und der OTH Amberg-Weiden, Chancen und Risiken der Region zwischen Weiden und Pilsen. Die Professoren Jörg Maier (Bayreuth) und Wolfgang Weber (Weiden) stellen zehn Thesen auf, wie der ländliche Raum Aufsteigerregion werden kann. Eine Voraussetzung sei das Regionalbewusstsein: "Menschen und Kommunen, Unternehmer, Arbeitskräfte, sozial- und umweltorientierte Gruppen sollen und werden die Entwicklung prägen."
Für Westböhmen konstatiert Prof. Dr. Jaroslav Dokoupil (Pilsen) ähnliche Herausforderungen: "Wenn ländliche Räume erfolgreich sein wollen, müssen sie mit begrenzten finanzielle Ressourcen, der demografischen Entwicklung und der Abwanderung junger gut ausgebildeter gebildeter Menschen durch eine entsprechende Qualität öffentlicher Dienstleistungen entgegenwirken."
Zukunftsperspektiven für ländliche Räume
Am Samstag, 16. Februar, um 10 Uhr startet die Akademie Ostbayern-Böhmen ihr Jahresprogramm 2019 mit dem Thema „Zukunftsperspektiven für ländliche Räume“. Gastgeber ist die OTH Amberg-Weiden im Hörsaalgebäude am Hetzenrichter Weg 15 in Weiden – öffentlich und kostenlos.
◘ Dr. Manuel Trummer (Universität Regensburg) beleuchtet „Grundzüge des kulturellen Wandels in ländlichen Regionen seit 1945“.
◘ Prof. Dr. Jaroslav Dokoupil und Prof. Dr. Jiri Ješek (Westböhmische Universität Pilsen) referieren über „ländliche Räume in Westböhmen“.
◘ Prof. Dr. Jörg Maier (Uni Bayreuth) und Dr. Wolfgang Weber (OTH Amberg-Weiden) porträtieren den ostbayerischen ländlichen Raum.
◘ Danach stellen sich alle Referenten einer Podiumsdiskussion.













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