Der Wandel zum Medienhaus

Wie schaffen Familienunternehmen aus der Region den Sprung ins digitale Zeitalter und den Generationenwechsel? Der Wirtschaftsclub präsentiert erfolgreiche Beispiele für das Gelingen von Zukunftsfähigkeit - wie Oberpfalz-Medien.

Die Innovationskraft regionaler Familienunternehmen rückt der Wirtschaftsclub in den Mittelpunkt. Von links, stehend: Thomas Maul (Oberpfalz-Medien), Wirtschaftsclub-Präsident Anton Braun und 2. Vizepräsident Christian Fröhlich. Sitzend von links: Gerhard Bergler (Bergler GmbH) und Viola Vogelsang-Reichl (Oberpfalz-Medien).
von Externer BeitragProfil

Mehr als 500 000 Familienbetriebe in Deutschland stehen bis zum Jahr 2023 vor einem Nachfolgeproblem. Anton Braun, Präsident des Wirtschaftsclubs, spricht von der wohl größten Herausforderung für den Mittelstand.

Der dynamische Wandel von der klassischen Regionalzeitung zum digitalen Medien-Unternehmen mit neuen Vertriebskanälen betrifft einschneidend den „Neuen Tag“ (NT) und die „Amberger Zeitung“ (AZ) mit den Lokalausgaben unter der Dachmarke Oberpfalz-Medien. Im Mai verzeichnete die verlagseigene Online-Plattform, das Onetz, erstmals mehr als drei Millionen Seitenzugriffe und über eine Million Einzelnutzer. „Mehr als zehn Prozent des Umsatzes werden bereits außerhalb der Zeitung erzielt“, unterstreicht Geschäftsführer Thomas Maul die neue Ausrichtung . Er trägt gemeinsam mit geschäftsführender Gesellschafterin Viola Vogelsang-Reichl die operative Verantwortung: Die drei Verleger-Familien – in der nunmehr dritten Generation – setzen in einem völlig harmonischen Übergang ihr Vertrauen in das Management.

Ein weiteres Beispiel: Die Firma Bergler

Weiherhammer

Viola Vogelsang-Reichl und Thomas Maul betonen die „sehr gute Aufgabenverteilung in enger Abstimmung“ mit den drei Verleger-Familien – und das erklärte Ziel, weiterhin ein eigenständiges, der mittleren und nördlichen Oberpfalz verbundenes Familienunternehmen zu bleiben. Die Regionalität gilt als einzigartiges Alleinstellungsmerkmal; die Messlatte bildet ein unabhängiger Qualitätsjournalismus („die Geschichte hinter der Geschichte“) mit dem Anspruch einer hohen Glaubwürdigkeit. Ein Fokus liegt auf Dienstleitung mit einem leistungsfähigen Druckzentrum und neuen Wegen der Vermarktung.

Die rasante Entwicklung erfordert „kreative Innovationen jenseits des Alltagsgeschäfts“ (Maul): etwa mit dem Ausbau des Magazins „Leo“, der „Oberpfälzerin“, speziellen Newslettern. Vogelsang-Reichl: „Dabei haben wir Online immer im Blick.“ Das Management spricht durchaus von einem „schweren Weg“ der Transformation, denn es gelte alte Denkweisen und Strukturen zu verändern: weg vom traditionellen Abteilungsdenken hin zu projektbezogenen, interdisziplinären Arbeitsgruppen. Maul: „Unser Ziel ist die Schaffung zusätzlicher Wertschöpfungsketten.“ Jeder, der in der Region kommuniziere, „kommt in naher Zukunft nicht an Oberpfalz-Medien vorbei“.

Der vor wenigen Jahren modernisierte und erweitere Stammsitz von Oberpfalz-Medien in der Weidener Weigelstraße zeigt auch auf seiner Rückfront eine interessante Perspektive. Das Unternehmen setzt weiter auf seine Eigenständigkeit: „Zum Mehrwert für die Region.“

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