Das neue Logistikzentrum für die bayerische Polizei in Hof wird im ersten Quartal 2023 seine Arbeit mit zunächst rund 15 Beschäftigten aufnehmen. Einquartiert wird es vorläufig im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Schmidt-Bank. Das gab Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags bekannt. Der endgültige Standort des Zentrums, dessen Einrichtung 2030 abgeschlossen sein soll, ist dagegen noch offen. Im Endausbau sollen dort bis zu 200 Beschäftigte die Beschaffung und Verteilung von Dienstkleidung und Ausrüstung für die bayerische Polizei und die Justiz organisieren.
Lager für Ausrüstungsgegenstände
Vor der endgültigen Standortentscheidung müsse noch der genaue Raumbedarf geklärt werden, teilte der Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Udo Skrzypczak, als Projektleiter mit. So sei noch offen, wie groß die Lagerkapazitäten des Zentrums sein müssten. Eventuell werde in Hof auch eine Bekleidungs- und Materialreserve aufgebaut, um auf diese in Krisenfällen schnell zugreifen zu können. Als Beispiel nannte Skrzypczak Schutzmasken und Ausrüstungsgegenstände. Vor diesem Hintergrund gebe es auch noch keine konkrete Kostenschätzung. In Niedersachsen habe eine vergleichbare Einrichtung aber rund 55 Millionen Euro gekostet. Diese Daten seien aber bereits zwei Jahre alt und ohne die Einbeziehung der speziellen bayerischen Bedürfnisse ermittelt worden.
Idee für geplantes Trainingszentrum verworfen
Nicht gebaut wird dagegen das seit 2016 geplante Trainingszentrum für die Spezialkräfte der bayerischen Polizei in Freyung. Herrmann begründete dies vor allem mit den in der Planungsphase von ursprünglich 500 Millionen auf nun mehr als eine Milliarde Euro gestiegenen Baukosten. Da es zudem Probleme beim Grunderwerb sowie dem Lärmschutz für die Anwohner gegeben habe, sei das Vorhaben in dieser Größenordnung nicht mehr zu rechtfertigen, sagte der Minister. Alternativ soll in Freyung nun ein Tagungs- und Konferenzzentrum für die bayerischen Verwaltungsbeamten entstehen.













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