Aicha/Birgland
18.06.2018 - 16:45 Uhr

Das „Schopper-Kreuz“ von Aicha ist renoviert

Initiative unter Freunden:
Am Stammtisch wurde vereinbart, das marode „Schopper-Kreuz“ zu restaurieren. Es erinnert auch an Max Donhauser – der Schopper-Wirt in Hausen. Bei ihm traf man sich gern sonntags nach der Kirche zum Frühschoppen.

Über das „Schopper-Kreuz“ am alten Platz, aber in neuem Glanz, freuen sich (von links) Erwin Rösl, Hans Strobl, John Forster, Hans Reis und Gunda Strobl. exb
Über das „Schopper-Kreuz“ am alten Platz, aber in neuem Glanz, freuen sich (von links) Erwin Rösl, Hans Strobl, John Forster, Hans Reis und Gunda Strobl.

Aicha/Hausen/Lauterachtal. (exb) Kreuz-Besitzer und Gastwirt Max Donhauser (Enkel von Max Schopper) war begeistert über die Initiative und spendierte als Beitrag eine große Fichte. Erwin Rösl holte im Frühjahr 2014, noch zu Lebzeiten von Max, das abgebrochene und verkommene Metallkreuz, steckte es in seinem Rucksack und trug es nach Heimhof zu John Forster, einem Hobby-Historiker. Dieser restaurierte das Kreuz mit sehr viel Liebe. Im Juni 2014 montierte Forster es wieder an der alten Stelle, die am Rand eines Ackers von Max Donhauser liegt.

Neue Bedeutung

Wegen des überraschenden Todes von Max Donhauser am 20. Juli 2014 geriet diese Geschichte dann etwas in Vergessenheit. Die jetzigen Besitzer griffen sie mit Hans Reis im Sommer 2017 wieder auf: Zusammen mit guten Freunden überlegten sie, wie man das „Schopper-Kreuz“ wieder in den Blick rücken und es auch zu einem Andenken an Max Donhauser machen könnte.

Hans Strobl dichtete einen Spruch und ließ diesen auf eine 18 mal 26 Zentimeter große Messingtafel schreiben. Unterstützt von seinen Enkeln brachte er die Tafel dann am Metallkreuz an. Dort steht jetzt: „Niemand weiß, warum, wieso, steht dieses Kreuz hier oben. Doch jeder, der hier Ruhe sucht, soll Gott den Schöpfer loben. Zum Gedenken an die Familien Schopper und Donhauser.“ Auf der Rückseite ist zu lesen: „2017 Hans und Gunda Strobl, geb. Donhauser, Schnaittenbach“. Nun steht der renovierte Gedenkstock wieder am alten Platz, fest auf dem erhöhten Grundstein und imposant leuchtend, wenn das Kreuz von der Sonne beschienen wird.

Das Warum ist ungeklärt

Viele Nachforschungen wurden angestellt, warum an dieser Stelle dieses Kreuz aufgestellt wurde. Bisher ohne Ergebnis. Gunda Strobl, geborene Donhauser und Schwester von Max, weiß von ihrer Oma Kunigunda Schopper, dass diese das Kreuz restaurieren ließ. In einem Schreiben vom Amt für Verteidigungslasten vom 28. September 1972 zur Entschädigung von Truppenschäden wurde dieses Feldkreuz genannt.

Info:

Spaziergang zum "Schopper-Kreuz"

Der Spaziergang zum „Schopper-Kreuz“ beginnt an der Kirche St. Georg in Hausen. Von hier aus geht man etwa 400 Meter auf dem Schotterweg (Alte Reuscher Straße) und dann links steil hinauf in das Waldstück Auf der Breitte, zwischen dem „Buchberg“ und der „Kiefer“. Der Weg schlängelt sich leicht nach links und rechts und nach etwa 170 Metern erreicht man am Waldende den renovierten Gedenkstock.

Oben angekommen, endet dieser Weg geradeaus in südlicher Richtung direkt am „Schopper-Kreuz“. Bis hierher hat man einen Höhenunterschied von gut 80 Metern zurückgelegt. Eine wunderbare Aussicht gibt es zu dem 200 Meter entfernten Wald „Hochholz“. Schöne Momente kann man genießen auf dem Weg dorthin, begleitet von allerlei Blüten, je nach Jahreszeit – rosa Wildrosen, gelber Hahnenfuß, weiß-gelbe Margariten, blaue Akelei, Rotklee und duftende Holunderblüten. Nach dem „Schopper-Kreuz“ existiert der alte Kirchensteig, weiter nach Aicha, nicht mehr. Man kann aber trotzdem weitergehen, nach links, etwa 300 Meter auf dem von Waldbauern angelegten Weg. Dieser mündet dann in den alten Kirchenweg von Flügelsbuch nach Hausen. Nach weiteren 300 Metern ist man dann wieder am Ausgangspunkt angelangt.

Das „Schopper-Kreuz“ am Wegrand exb
Das „Schopper-Kreuz“ am Wegrand
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