25.08.2020 - 15:48 Uhr
Oberpfalz

Akku aufladen für Rad und Radler

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Ein großflächiges Netz mit Ladestationen für E-Bikes gibt es inzwischen in der Region. Viele dieser "Tankstellen" sind so attraktiv gelegen, dass sie alleine schon einen Ausflug wert sind.

Malerisch ist der Stadtweiher in Kemnath samt Seeleiten-Park und einem großen Spielplatz gelegen.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Es gibt die Momente, in denen das beste und schönste E-Bike nichts nützt. Dann nämlich, wenn der Akku leer ist und der Berg erst noch bevorsteht. Andererseits sollten diese Momente bereits seit geraumer Zeit der Vergangenheit angehören, gibt es doch mittlerweile ein großflächiges Netz von E-Bike-Ladestationen in der Region. Auch die Zeiten, in denen man in Gasthäusern mit großen fragenden Augen angeschaut wurde, wenn man den Akku aufladen wollte, sind glücklicherweise vorbei.

In der Tourismusregion Oberpfälzer Wald - also in den Landkreisen Neustadt/WN, Schwandorf und Tirschenreuth sowie im Stadtgebiet Weiden - haben die Touristiker bereits vor einigen Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und beim gemeinschaftlichen Kooperationsprojekt "E-Bike-Region Oberpfälzer Wald" mit Geldern aus einem europäischen Leader-Förderprogramm entsprechende Pflöcke eingeschlagen: In der Region wurden 85 E-Bike-Ladestationen aufgestellt, die zugleich auch eine sichere Absperrmöglichkeit für Fahrräder bieten.

Die "Tankstellen" stehen in der Regel an zentralen Stellen - an Rastplätzen, in Ortszentren oder bei Einkehrmöglichkeiten wie Biergärten, Gaststätten oder Freizeiteinrichtungen. Kurz: überall dort, wo E-Biker gerne eine Pause einlegen und währenddessen nicht nur den persönlichen, sondern auch den Akku des Fahrrads aufladen können - sei es bei der Dreifaltigkeitskirche Kappl im Landkreis Tirschenreuth, an der Sand-Oase Sulzbach bei Bruck (Landkreis Schwandorf) oder beim Museum "Vulkanerlebnis Parkstein" (Landkreis Neustadt/WN). Drei Tipps für Standorte von E-Bike-Ladestationen, die sich besonders lohnen, angesteuert zu werden:

Am Rathaus in Kemnath (Landkreis Tirschenreuth):

Von hier aus kann nicht nur das historische Zentrum mit einem der schönsten Stadtplätze der Oberpfalz erkundet werden. Nur wenige Schritte sind es zum malerisch gelegenen Stadtweiher samt Seeleiten-Park sowie zu einem großen Spielplatz mit "Spielfisch", der für Kinder zahlreiche Überraschungen bereithält. Auf dem Rückweg lohnt sich der Besuch des Heimat- und Handfeuerwaffenmuseums in der Fronveste (Trautenbergstraße 36, geöffnet sonntags von 14 bis 16 Uhr sowie zusätzlich jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr), das unter anderem an die erste bayerische Gewehrmanufaktur erinnert, die von 1689 bis 1801 bei Kemnath bestand.

Mehr Informationen auf www.kemnath.de.

An der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Landkreis Neustadt/WN):

Ebenfalls zu einem Gang in die Geschichte lädt die E-Bike-Ladestation an der KZ-Gedenkstätte ein: Das ehemalige Konzentrationslager ist jetzt Gedenkstätte und Museum. Zu sehen sind unter anderem Originalgebäude, die Dauerausstellungen "Konzentrationslager Flossenbürg 1933-1945" in der ehemaligen Wäscherei und "Was bleibt" in der ehemaligen Lagerküche sowie bis zum 13. September 2020 die Sonderausstellung "Un-Sichtbar. Der KZ-Komplex Flossenbürg heute. Fotografien von Rainer Viertlböck" im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Deutschen Erd- und Steinwerke. Angeboten werden öffentliche Führungen und Führungen für Gruppen. Dauerausstellung, Gelände und Gebäude sind täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr.

Mehr Informationen auf www.gedenkstaette-flossenbuerg.de.

Am Dammbereich zwischen Murner See und Brückelsee (Landkreis Schwandorf):

Schwimmen, Tauchen, Bootfahren, Segway-Touren, Stand-up-Paddling und Wandern - das alles ist am Murner See möglich. Direkt am Rundweg liegt auch der Oberpfälzer Märchengarten, wo der Sagen- und Märchenschatz des Volkskundlers Franz-Xaver von Schönwerth in Schautafeln, Illustrationen und Holzskulpturen zum Leben erwacht. Der Aussichtsturm mit seinen Plattformen in zwölf und neun Metern Höhe präsentiert den See aus einer neuen Perspektive.

Mehr Informationen auf www.oberpfaelzer-seenland.de.

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Das Ladegerät für sein E-Bike sollte der Radler immer dabeihaben, dann muss er es an den Ladestationen nur in die Steckdose stecken und kann sein E-Bike wieder mobil bringen - und das kostenlos. Zu erkennen sind die Ladestationen dank einer einheitlichen Gestaltung problemlos: Auf der grünen Infotafel steht groß "E-Bike-Ladestation" geschrieben, verbunden mit einem entsprechenden Piktogramm und einem Verweis auf die Homepage www.oberpfaelzerwald.de.

Auf der Homepage sind mittlerweile 116 Lade-Möglichkeiten für E-Bikes aufgelistet - neben den "Tankstellen" unter anderem auch Möglichkeiten, die von Kommunen, Gaststätten oder Museen zusätzlich bereitgestellt werden. Hier können Interessierte auch eine kostenlose E-Bike-Radlkarte bestellen, in der auch die "Tankstellen" verzeichnet sind.

Auch der Landkreis Amberg-Sulzbach stellt auf seiner Homepage Informationen für E-Biker mit ausführlichen Tourenbeschreibungen und Lade-Möglichkeiten zur Verfügung (www.amberg-sulzbacher-land.de).

Das richtige E-Bike finden

Weiden in der Oberpfalz
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