21.01.2020 - 08:33 Uhr
AlfeldOberpfalz

A6-Brücke bei Unterrieden: Abbruch in vollem Gange

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Die Nürnberg-Pendler aus der Region Amberg und Sulzbach-Rosenberg sehen es auf dem Arbeitsweg: Der Abbruch der zweiten Autobahnbrücke Unterrieden bei Alfeld ist in vollem Gange. Bis Herbst soll der Einschub der neuen Brücke starten.

Es tut sich gehörig etwas auf der Brückenbaustelle Unterrieden an der A6 zwischen Alfeld und Altdorf: Auch in den kommenden Wochen wird die Brücke peu à peu abgebaut.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Seit dem Sommer wird der Verkehr auf der A 6 zwischen den beiden Anschlussstellen Alfeld und Altdorf nur noch über eine der beiden parallel verlaufenden Talbrücken Unterrieden in Richtung Amberg geleitet. Die Abbrucharbeiten begannen einige Wochen darauf mit dem Abfräsen des Asphalts und dem Aufbau eines massiven Gerüsts mit einer Stahlwanne, in der Betonbrocken aufgefangen werden sollen.

Nun „ist das erste Überbaufeld abgebrochen“, wie die Autobahndirektion Nordbayern auf Anfrage mitteilt. Der Abbruch ist demnach in vollem Gange. Auch jetzt im Winter könne weiter gearbeitet werden, weil die Maßnahmen nicht witterungsempfindlich seien.

Alfeld

Neben dem Abbruch sind die Arbeiter an der Brücke auch damit beschäftigt, einen sogenannten Taktkeller hinter der Konstruktion aufzubauen. Darin „wird später die neue Brücke hergestellt, bevor sie über das Tal geschoben wird“. Der Abbau der alten Brücke „wird weit in das Jahr 2020 hineinreichen“, heißt es aus der Behörde. „Voraussichtlich im Herbst soll der Einschub der neuen Brückenkonstruktion beginnen.“ Während der Arbeiten bleibt die Verkehrsführung zweispurig mit Tempobegrenzung über eine Brücke so bestehen, wie sie jetzt ist. „Bis der Verkehr eben auf die fertige, neue Brücke umgelegt werden kann.“

Das erste sogenannte Überbaufeld der Autobahnbrücke ist abgebrochen.

Die beiden parallelen Brücken mit rund 650 Meter Länge und etwa 40 Meter Höhe überwinden das Tal Unterrieden. Sie sind mehr als 50 Jahre alt und nicht mehr für die heutigen Anforderungen an den Verkehr ausgelegt. Wegen des „mangelhaften Zustands“ und des verbauten Spannstahls, der Spannungsrissen bekommen könnte, ist laut Auskunft der Autobahndirektion Nordbayern eine wirtschaftliche Instandsetzung nicht möglich. Es braucht den kompletten Neubau der beiden Brücken in zwei Bauabschnitten. Die neue Konstruktion soll bis Ende 2024 fertiggestellt sein und kostet den Bund rund 85 Millionen Euro.

Amberg
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