Allersburg bei Hohenburg
04.10.2018 - 14:06 Uhr

Kirwafreuden auf der Wiesn

Die Wiesnkirwa hat magische Anziehungskraft, das beweisen die vielen Besucher, die nach Allersburg kommen. Doch jetzt gehen die Kirwafreuden allmählich dem Ende entgegen.

Das zieht an: Kirwafreuden und Baumaustanzen waren bei der Allersburger Wiesnkirchweih angesagt. Bild: bö
Das zieht an: Kirwafreuden und Baumaustanzen waren bei der Allersburger Wiesnkirchweih angesagt.

Es war für die Kirchweihbesucher ein letztes Entspannen in der Spätsommersonne auf der Allersburger Wiesn. Es war auch ein Genuss ohne Reue, um die letzten warmen Tage dieses Sommers am Fuße des Kuhsteinberges auf sich wirken zu lassen, eine gesellige Unterhaltung zu pflegen und da und dort von den angebotenen Kirwaschmankerln zu kosten. Schon alleine der würzige Duft am Bratwürstlstand gleich neben dem Festzelt machte Laune. Drinnen konnten die Besucher aus etwa siebzig angebotenen Kuchen und Torten zum Versüßen des Kirchweihfestes das richtige Stück zu wählen.

Bei der Wiesenkirchweih war für jeden etwas dabei, natürlich auch eine zünftige Musik. Egal ob die Trachtenkapelle aus Hohenburg aufspielte, die Gruppe Keine Ahnung, die sehr wohl Ahnung von vielfältiger Unterhaltungsmusik hat, und die Formation Spritztour; alle heizten die Stimmung im Zelt an. Im Kirwaangebot waren nicht nur einige Standlreihen und Fahrgeschäfte, sondern auch ein Kleider- und Spielzeugbasar der Basargemeinschaft aus Hohenburg.

Am Sonntagvormittag war zum Gottesdienst mit den Tanzpaaren eingeladen, so wie es der Brauch zum Patroziniumsfest St. Michael ist. „St. Michael bringt in Allersburg die Wiesenkirchweih mit“, sagt man im Dorf und meist auch mit schönem Wetter, so wie auch heuer wieder. Regional gesehen ist Allersburg schon immer ein kleines Zentrum an der Nahtstelle des Amberg-Sulzbach Landkreises zu Neumarkt hin gewesen. Dass dies auch heuer wieder zu war, zeigen die vielen Besucher aus dem Nachbarlandkreis.

Vor der Westerweiterung des Truppenübungsplatzes Hohenfels im Jahr 1951 war die Wiesenkirchweih auch ein beliebter Treffpunkt der Menschen aus den abgelösten Ortschaften des Übungsplatzes. Dies ist bis in die heutigen Tage so geblieben.

Am Samstag wurde der Kirchweihbaum aufgestellt und am Sonntagnachmittag konnte man dem Austanzen frönen. Die Sternpolka, ein Zwiefacher, ein Dreher und dann der Austanzwalzer zum Ermitteln des neuen Oberkirchweihpaares war auch heuer wieder die Sternstunde der jungen Leute. Zum neuen Oberkirwapaar wurden Barbara Ehbauer und Elias Tischner gekürt. Sie übernehmen das Amt von Lena Spies und Josef Kugler.

Allerlei Deftiges und "nichts als die Wahrheit", wie es hieß, bekamen die Wiesnbesucher beim Schnoderhüpflsingen zu hören. Da wurde dem mangelnden Kirwanachwuchs im Dorf nachgegangen und die selig machenden „Weingeister“ des Kirwaburschen ausgesungen. Der Mausdreck im Bett wurde breitgetreten und das Malsbacher Brückenbauwerk für seine Benutzer nochmals verstärkt und verbreitert. Die Traumhochzeit wurde schnoderhüpflmäßig gecastet und der ewige Hausverputz untersucht. Informationen gab es zum folgenschweren Steißbeinsturz und zum Kabelsalat im Kirwazelt. Die Vorlieben mancher Kirwaburschen erzählte man sich hinter vorgehaltener Hand und letztendlich war man noch bei den „Allersburg-News“ im Friseurstadl bei einem Interview zu Gast.

Dass die Kirwa und alles Drumherum wieder aufgeräumt wird, da helfen natürlich alle im Dorf zusammen. Mit dem Erlös aus der Wiesenkirchweih, das ist schon sicher, wird man auch heuer und im nächsten Jahr wieder ins Dorf investieren.

Barbara Ehbauer und Elias Tischner sind das neue Allersburger Oberkirchweihpaar. Bild: bö
Barbara Ehbauer und Elias Tischner sind das neue Allersburger Oberkirchweihpaar.
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.