Festlich geschmückt war am Donnerstagabend der Saal im Gasthaus Schiesl. Im Rahmen der 900-Jahr-Feier Altendorfs lud die Gemeinde zur Vorstellung der zweibändigen Chronik von Maria Götz und dem Bildband von Hans Baumer ein. Zahlreiche Ehrengäste kamen, darunter auch die Altlandräte Hans Schuierer und Volker Liedtke. Die Veranstaltung wurde durch eine Gesangseinlage der kleinsten Altendorfer, der Kindergartenkinder, eröffnet. Bürgermeister Georg Köppl gab anschließend einen kurzen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung Altendorfs.
Altendorf wäre demnach wohl älter als 900 Jahre, aber die erste urkundliche Erwähnung fand im Jahre 1118 statt mit der Gründung des Klosters Reichenbach statt. Der Graf von Altendorf war ein Zeuge der Gründung des Klosters. Während der ersten siebenhundert Jahre der Ortschaft war es in Besitz verschiedener Adelsgeschlechter, dieser Umstand änderte sich erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der Gründung des Königreichs Bayern.
Für das Jubiläum haben sich zwei Gemeindebürger daran gemacht, die Geschichte Altendorfs näher zu beleuchten. Maria Götz, Tochter des langjährigen Bürgermeisters der Gemeinde Altendorf, hat sich schon seit 2002 mit der Chronik beschäftigt, ein erstes Exemplar gab es bereits im Jahre 2006. Sie hat ihre Forschungsarbeit fortgesetzt und hat nun ein zweibändiges Werk präsentiert, das über 400 Seiten zählt. Hans Baumer hat einen Bildband erstellt, der sich mit der jüngeren Geschichte Altendorfs beschäftigt.
Geschenke für Redner
Als erster Grußwortredner trat MdL Alexander Flierl an das Mikrofon. Er gratulierte zum Jubiläum. Es sei gut ein solches Jubiläum zu feiern, so stelle man eine Verbindung zur Tradition her. Vieles habe sich geändert in den 900 Jahren und auch die Herausforderungen. Der Freistaat Bayern sei immer bestrebt, seine Gemeinden zu unterstützen. Mit einem Finanzausgleich von mehr als neun Milliarden sei sein Engagement nicht vergleichbar. Damit solle die Entwicklung vor Ort sichergestellt werden.
Zwei gelungene Beiträge
Landrat Thomas Ebeling, gratulierte zum Jubiläum er dankte den vielen freiwilligen Helfern, die dazu beigetragen haben, dieses Jubiläum feiern zu können. Bürgermeister, Martin Birner aus Neunburg vorm Wald gratulierte als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages und sagte, dass die Gemeinde stolz sein kann auf sich. Er wünschte der Kommune weiterhin die gestalterische Kraft. Für alle Grußwortredner gab es ein kleines Erinnerungsgeschenk. Danach gab es ein Gedicht zu Altendorf, vorgetragen von Ida Schießl und Korbinian Reiter.
Als Erste stellte dann Maria Götz ihre Chronik vor. Sie suchte sich einige Stellen aus. Sie zeigte die Entwicklung der Ortschaft auf und was heute aus den Gebäuden geworden ist. Die Chronik ist mit Bildern und Plänen neben den Texten reich gespickt. Hans Baumer, ein begeisterter Hobbyfotograf, hat sich in den letzten Jahren daran gemacht, seine Heimat fotografisch fest zu halten. Dabei ist ihm die Idee gekommen, ein Fotobuch zu fertigen, es ist ihm gelungen Fotos zu bekommen, die seit Beginn der Fotografie von und in Altendorf entstanden sind. Er unterteilte sein Buch in Dorfgeschichten, Kirche und kirchliches Leben, Schulen und Vereine. So hatte Altendorf in 50er Jahren einmal zwei Tankstellen, Shell und Aral - und dies bei den wenigen Autos, die es damals gab. Er erinnerte ebenfalls wie seine Vorrednerin an das Badheisl, das erste öffentliche Freibad in Altendorf. Hier lernte so mancher Altendorfer das Schwimmen. Der Vortrag von Hans Baumer endete mit einem kleinen Film, der Altendorf von oben zeigt, der musikalisch unterlegt war. Altendorf hat auch sein Heimatlied, dies hat es Alois Pickl zu verdanken, der sowohl Text als auch die Melodie verfasste. Am Schluss des offiziellen Teils sangen alle am Festakt beteiligten das Heimatlied. Ehrengäste und Gäste trugen sich als Erinnerung an diesen Abend in das Goldene Buch der Gemeinde Altendorf ein.















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