Der Oberpfälzer Skiverband (OSV) feierte mit Präsident Michael Urz aus Regensburg und dem neugewählten Sportwart Alpin, Peter Wittmann in diesem Jahr eine Premiere. Die Sportlerehrung war, außerhalb der Vollversammlung, in Altenstadt in der Gaststätte "TriffNix". Sportler, Eltern und Vereinsvertreter aus der gesamten Oberpfalz waren gekommen. Einzig der SC Großberg konnte wegen der gleichzeitig stattfindenden Jahresabschlussfeier nicht teilnehmen. Der Wunsch der Ausgliederung der Sportlerehrung aus der Vollversammlung sei von den Vereinen selbst gekommen, meinte Urz. Wittmann habe der Veranstaltung sofort einen neuen Rahmen verpasst. „Wir vom OSV haben ein offenes Ohr für eure Belange.“
Als Wittmann vor knapp einem Jahr beim OSV sein neues Amt angetreten hatte, gab er die Prämisse aus, dem Oberpfalz-Cup neues Leben einhauchen zu wollen und diesen Wettbewerb etwas attraktiver zu gestalten. "Rückblickend ist dies angesichts der gestiegenen Teilnehmerzahl und der vielen Austragungsorte bestens gelungen", lobte Präsident Urz. Natürlich steige nun der Erwartungsdruck für die nächste Saison. Der Erfolg ruhe im Verband auf verschiedenen Säulen. Eine sei sicher Wittmann. Es kämen aber auch die vielen Vereine dazu, die Zeit in die Ausbildung der Kinder investieren und sie zum Rennsport hinführen. Nicht zuletzt stecken auch die Eltern viel Zeit und Geld in die Sportart ihrer Sprösslinge.
Im nächsten Jahr feiert der OSV das 50-jährige Bestehen. Der Verband habe entschlossen, deswegen keinen Gala-Abend zu organisieren. Stattdessen soll es am 8. und 9. Februar 2020 in St. Englmar am Predigtstuhl ein Jubiläumsrennen, eine große Tombola und einen Skitest geben. "Außerdem werden auch die Behinderten teilnehmen können", versprach Urz. „Wir wollen vom Verband her so viele Sportler wie möglich begeistern, daran teilzunehmen.“ Schon jetzt lud der Präsident alle Rennläufer zu diesem Jubiläumsfest ein.
Sportwart Wittmann berichtete anschließend über die sehr positive Entwicklung im OSV. Der Verband absolvierte sechs Oberpfalzcuprennen plus einen Kondiwettbewerb. Mit dem SC Großberg sei auch ein neuer Verein für Rennveranstaltungen am Pröller gewonnen worden. Außerdem stellt der SC Neutraubling mit dem Predigtstuhl einen neuen Veranstaltungsort zur Verfügung. Positiv sei auch die gestiegene Teilnehmerzahl um bis zu 40 Sportler.
Leider war die Wintersaison bereits im Februar vorbei und der TSV Pleystein war gezwungen, das Oberpfalzcuprennen abzusagen. Noch nie seien so viele Sportler bei den Punkterennen des Deutschen Skiverbands (DSV) und des Verbands- sowie der Nordbayerischen Meisterschaft Rennsport mit 180 Startern im Ski- und Snowboardzentrum auf dem Fahrenberg und auf dem Wurmstein bei Flossenbürg angetreten. Der TV Floß sei ebenfalls neuer Veranstalter eines DSV-Punkterennens, erwähnte Wittmann.
Die Schüler-Verbandsmannschaft für 2020 stehe bereits fest. Jeweils drei Teilnehmer kommen vom TV Vohenstrauß und dem SC Großberg, zwei vom SC Regensburg und jeweils ein Sportler von SC Neutraubling und TV Floß. Zur Vorbereitung ist viermal Training auf dem Gletscher geplant, außerdem ein Training über vier Tage in den Weihnachtsferien. Im DSC-Wettbewerb bekam der OSV angesichts der Leistungen der Sportler sogar mehr Startplätze, freute sich der Sportwart. Einen persönlichen Startplatz erwarb sich Raphael Wittmann in der U 14, dazu kommen ein Grund- und ein Quotenplatz. Ebenfalls konnte sich Till Hugenroth einen Startplatz in der U 16 erkämpfen. Deswegen stehen auch hier ein Grund- und zwei Quotenplätze zur Verfügung. Die Zuteilung erfolgt für Bayern Nord mit Sportlern aus der Oberpfalz, dem Frankenjura sowie Ober- und Unterfranken.
In der U 8 weiblich erreichte Marie-Theres Schreiner vom SC Großberg mit 145 Punkten den ersten Platz. In der selben Altersgruppe männlich stand Bruno Erben vom TSV Pleystein mit 150 Punkten auf der Siegertreppe. In der Klasse U 10 weiblich holte sich Lara-Marie Wittmann mit 150 Punkten den Siegerplatz und Paul Kreutzmeier vom TSV Pleystein kam mit 140 Punkten als Bester zu diesen Ehren. In der Altersgruppe U 12 waren Jule Kreutzmeier mit 150 Punkten und Max Schödl mit 115 Punkten, beide vom TSV Pleystein, Siegerpaar. Mit 131 Punkten stand Laura Ottenbreit vom SC Regensburg mit 131 Punkten an der Spitze der Rennläufer in der Gruppe U 14, genauso wie Fabio Wolf vom SC Großberg, der auf 150 Punkte kam.
Katharina Baierl vom TV Vohenstrauß war in der Klasse U 16 mit 140 Punkten erfolgreich. Ebenfalls Max Grundler vom TV Floß mit 145 Punkten. Marie Preitschaft vom Freier TuS Regensburg holte sich mit 75 Punkten in der Altersklasse U 18 zusammen mit Philipp Stangl vom TV Vohenstrauß mit 122 Punkten die Erstplatzierung. 107 Zähler brachten Samira Blaschke vom TV Floß in der U 21 auf Platz eins. In dieser Klasse war auch Luca Kraus vom TV Vohenstrauß mit 50 Punkten erfolgreichster Rennläufer der Oberpfalz. Bei den Damen ließ sich Susi Aures-Kreutzmeier vom TSV Pleystein mit 120 Punkten nicht vom Siegertreppchen vertreiben und bei den Männern blieb Markus Baierl vom TV Vohenstrauß mit 115 Punkten unangefochten an der Spitze.
Überregionale und internationale Leistungen gewürdigt
Raphael Wittmann (Jahrgang 2006) vom TV Vohenstrauß erreichte Platz 5 im DSC, Platz 7 auf der DSV-Punkteliste, Platz 4 im Internationalen Skicross und Platz 9 im Internationalen Rennsport. Weil er auch ein begeisterter Autofan ist, bekam er von OSV-Präsident Michael Urz einen roten Ferrari. Daniel Steindl (Jahrgang 2003) vom Team 3000 Oberpfalz erreichte Platz 49 im DSC und erhielt ebenfalls eine Auszeichnung. In der Skiliga Bayern erreichte das Team RG Bayern Nord mit 600 Punkten den dritten Rang. Auch dafür gab es eine besondere Ehrung für Julia Schmid (SC Neutraubling), Marie-Theres Schöpf (SC Regensburg) und Frank Ostheimer (SC Neutraubling).













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