26.02.2021 - 09:55 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Altenstadt packt keine Rücklagen an

Nachdem vor zwei Wochen die ersten Entwürfe zum Haushalt 2021 für Altenstadt/WN erörtert worden waren, ging es in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Rathaussaal nun hauptsächlich um Feinabstimmung.

Bürgermeister Ernst Schickedanz (rechts) und Geschäftsleiter Rüdiger Fuhrmann bei der Beratung des Haushaltsplans 2021
von fsbProfil

Den zweiten Entwurf des Etats billigte der Finanzausschuss Altenstadt einstimmig. Er wird nun dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Die Veränderungen waren von Kämmerin Gisela Zetzlmann in einer Übersicht zusammengestellt worden und wurden von Geschäftsleiter Rüdiger Fuhrmann vorgestellt. Es werden keine Rücklagen verwendet, weil man die künftige Entwicklung auch angesichts Corona abwarten will.

Im Verwaltungshaushalt sind bei den Tageseinrichtungen für Kinder (Arbeiterwohlfahrt und "Arche Noah") die genauen Zahlen der Zuweisungen eingetroffen. Sie erhöhen sich im Vergleich zu den angenommenen Zuwendungen um etwa 234.000 Euro. Die Betriebskostenförderung durch die Gemeinde beträgt etwa 290.000 Euro mehr, als zunächst angesetzt, während für die Abdeckung des Betriebskostendefizits "Arche Noah" statt angesetzter 50.000 Euro nunmehr 8000 Euro feststehen. Für den Bundeszuschuss fehlen noch die genauen Zahlen; daher wurden hier jene vom letzten Jahr verwendet.

Fuhrmann ergänzte, dass sich bei einer Trägerschaft durch die Gemeinde höhere Personalkosten ergäben und diese sich um viele Angelegenheiten kümmern müsste. Er lobte die Zusammenarbeit mit den beiden jetzigen Trägern und die gute Entwicklung beim Defizit der Kita "Arche Noah".

Für die Brückenprüfung in Meerbodenreuth ist ein zusätzliches Gutachten in Höhe von 3000 Euro erforderlich. Weitere zusätzliche Ausgaben betreffen die Bündelausschreibung Strom (1500 Euro) und die Anschaffung von Sirenensteuergeräten für die FW Altenstadt (4500 Euro).

Durch Nachzahlung und Erhöhung der Vorauszahlungen erhöhen sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer im Vergleich zum ersten Entwurf um 150.000 Euro. Bei der EDV-Betreuung durch das IT-Kompetenzzentrum beim Landratsamt musste eine neue Vereinbarung getroffen werden, der mit 7:0 zugestimmt wurde. Dort werden zum 1. März und dann im Laufe des Jahres zwei neue Kräfte eingestellt. Fuhrmann befürwortete dies, da es bei nur einer Arbeitskraft wie bisher Engpässe bei Krankheit oder komplizierteren Fällen gegeben habe. Dadurch erhöhen sich die Kosten um 8000 Euro.

Für die Mittelschule schlägt die Verwaltung die Umstellung der Beleuchtung auf LED vor, die noch im Gemeinderat beschlossen werden muss und etwa 54.000 Euro kostet. Während der Umbauarbeiten war aufgefallen, dass es immer wieder Probleme mit den 40 Jahre alten Leuchten und den Vorschaltgeräten gab, die sich auch wegen Kurzschluss auf die Heizung auswirkten. Man würde nun statt 385 Lampen nur 280 mit geringerer Wattzahl benötigen und käme auf eine Stromersparnis von 2500 Euro pro Jahr. Diese Ausgabe soll durch eine höhere Kreditaufnahme abgedeckt werden.

Im Vermögenshaushalt ist für ein zu verkaufendes Grundstück in der Franz-Gleißner-Straße das Mindestgebot von 80.000 Euro als Einnahme angesetzt. Bei der Verbreiterung der B22 wird vom Landratsamt ein Luftschadstoffgutachten verlangt, das mit 8000 Euro veranschlagt ist. Die Anschaffung eines mobilen Raumtrockners im Heimatmuseum in Höhe von 2400 Euro wurde aus dem Verwaltungshaushalt umgelagert. Bei der Tiefbaumaßnahme "Brückenerneuerung Buch" verringern sich die Kosten um 30.000 Euro, da die Entsorgung von Material ausreichend ist. Die Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt wurden (ohne Sonderrücklagen) mit 1.616.000 Euro sowie mit 95.000 Euro (Bleikristallruinen) nach oben angepasst.

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