16.01.2019 - 16:12 Uhr
Altmannshof bei PoppenrichtOberpfalz

Gasthof Kopf in Altmannshof ehrt Mitarbeiter

"Zwischen Gast und Wirt steht der Service und wenn der stimmt, dann kann eine Wirtschaft wie der Gasthof Kopf in Altmannshof auch auf Jahrzehnte überleben", so Hermann Böhm, Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Poppenricht.

Die Wirtsleute Lisa Kopf (links) und Andreas Kopf (rechts) bedankten sich bei ihren langjährigen Bedienungen Josefine Strobel (Zweite von links) und Elfriede Stauber (Zweite von rechts). Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm sprach den Kräften den Dank der Gemeinde aus.
von Autor GFRProfil

Einen veranstaltungsfreien Samstag nutzte WirtAndreas Kopf, um seinen Mitarbeitern dafür zu danken, dass im Wirtshaus und im Biergarten alles rund laufe. In Wirtschaften, so Kopf, müsse das Personal zu unpopulären Zeiten arbeiten, dann wenn andere Freizeit haben, am Abend, am Samstag, an Sonn- und Feiertagen. Ein Traditionswirtshaus könne seinen guten Ruf nur über Jahrzehnte erhalten, wenn es in der Gemeinde gut verwurzelt sei und wenn Wirtsfamilien und Personal an einem Strang ziehen. Als 1975 der Gasthof in Altmannshof eröffnet worden sei, so Andreas Kopf, hätten seine Eltern feststellen müssen, dass eine weitere Bedienung erforderlich sei und als Glücksfall habe sich die neue Mitarbeiterin Josefine "Fini" Strobelerwiesen, die bald zum Familienmitglied geworden sei, mitsamt ihren Kindern, die sie einfach mitbrachte und die, so Kopf, zu seinen täglichen Spielgefährten wurden.

"Fini" Strobel sei zur Haupt-Bedienung geworden, war immer präsent, plauderte mit den Stammgästen, half beim Schafkopf aus. Seine Bedienung habe die Saal-Erweiterungen und die damit verbundenen größeren Hochzeiten und Veranstaltungen mitgemacht. Andreas Kopf erinnerte an diverse Anekdoten im Wirtshaus, so den heftigen Zusammenprall seiner Mutter mit der Fini bei der Hektik des Pokalendspiels 1982, als die Bayern den Club mit 4:2 besiegten oder wenn die Fini Aufputschmittel genommen hatte, wie Kaffee, Kaffee und eine Schachtel Lord. Nach 43 Jahren beende Josefine Strobel letztes Jahr ihre Tätigkeit als Bedienung, so Andreas Kopf und dafür bedanke sich die Wirtsfamilie.

Auch Elfriede Stauber, die im Oktober 1993 angefangen habe, höre als Bedienung auf. Obwohl absolut unerfahren in der Gastronomie, habe sich Elfriede Stauber sehr schnell eingearbeitet, oft das Heft in die Hand genommen, Tischordnungen sogar für den Biergarten geplant und das Personal eingeteilt. Für langjährige Mitarbeit im Gasthof Kopf bedankte sich Andreas Kopf auch noch bei Margot und Walter Lex sowie Nicole Schlagenhaufer und Bernhard Kohler.

Eine Bedienung muss für ihre Gäste immer den richtigen Ton treffen, unterstrich Hermann Böhm, sie hört sich vielfach Sorgen und Probleme an und erfährt dabei viel Privates. Auch für ihn persönlich sei der Gasthof Kopf in Altmannshof zeitlebens von Bedeutung gewesen, hier habe er seine Kommunion gefeiert, hier habe er auch geheiratet, "dafür habe Andreas Kopf sogar den zweiten Saal anbauen lassen".

Eine Traditionsgaststätte muss für alle möglichen Anlässe gerüstet sein. "Fini" Strobel und Elfriede Stauber kenne er schon seit seiner Jugendzeit und bessere Bedienungen, als die beiden, könne er sich einfach nicht vorstellen.

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