Einer Polizeistreife ist in der Nacht zum Mittwoch in Amberg ein Kleinkraftrad aufgefallen, dessen Versicherungskennzeichen nur schwer zu erkennen war. Die Beamten entschlossen sich zur Kontrolle. Der Fahrer jedoch ignorierte das "Stopp Polizei", gab Gas und versuchte, der Polizei über zwei rote Ampeln zu entkommen. Von der Speckmannshofer Kreuzung aus fuhr der in den so genannten Schmetterling, wie der Knotenpunkt von B85 und B299 im Volksmund genannt wird, ein. In einer Abfahrt verlor er laut Polizei die Kontrolle über sein Gefährt und stürzte. Sein Sozius wurde nur leicht verletzt, der 15-jährige Fahrer kam mit einem gebrochenen Finger ins Klinikum St. Marien.
Der gebrochene Finger dürfte für den Jugendlichen das kleinere Übel sein. Denn im Nachhinein stellte sich heraus, warum der junge Mann vor der Polizei geflüchtet war. Am Kleinkraftrad war das Versicherungskennzeichen mit Folie überklebt. Zudem war der Jugendliche deutlich schneller als erlaubt unterwegs. Und obendrein hat er noch keine Fahrerlaubnis. Die Prüfung dafür legt er nach Angaben der Amberger Polizei erst nächste Woche ab. "Sollte er sie bestehen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er die Konsequenzen aus dem nächtlichen Ritt erfährt", heißt es im Polizeibericht dazu. Die Beamten haben nicht nur die Staatsanwaltschaft informiert, sondern umgehend auch die Führerscheinbehörde.













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