Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurden den ehemaligen Lehrlingen im Zimmerer-Handwerk im Landhotel Aschenbrenner in Paulsdorf die begehrten Gesellenbriefe und die Abschlusszeugnisse der Berufsschule Cham (Außenstelle Furth im Wald) überreicht. Zehn von ihnen wurden für ihre guten Prüfungsergebnisse geehrt. Die drei Besten bekamen zudem einen gravierten Zimmerer-Hammer.
Georg Strobel, Obermeister der Bau-Innung Sulzbach-Rosenberg (Fachgruppe Zimmerer Amberg-Sulzbach), sagte, dass Holz voll im Trend liege und der Baustoff des 21. Jahrhunderts sei. Immer mehr Bauherren erkennen seinen Worten nach die Vorteile dieses Natur-Baustoffs und entschieden sich für eine Holzbauweise. Auch im öffentlichen Bau habe Holz seinen festen Platz eingenommen. In Deutschland wachse der Holzbau seit Jahren. Der Holzbau-Anteil in Deutschland im vergangenen Jahr lag nach Auskunft des Obermeisters bei 20 Prozent – in Bayern sogar bei über 25 Prozent.
Beste Zukunftsperspektiven
Die Ausrichtung auf CO2-Reduktion und Ressourcenschonung rücke immer mehr in den Mittelpunkt der Bauherren. Damit böten sich dem Berufsnachwuchs beste Zukunftsperspektiven. "Als Zimmerer haben sie einen äußerst krisensicheren Beruf erlernt“, sagte Strobel zu den frischgebackenen Gesellen, die in ihrer Ausbildung auch an Lebenserfahrung gewonnen hätten. "Als Obermeister spreche ich Sie frei", sagte Strobl. Damit sei die Lehre beendet, "aber die Zeit des lebenslangen Lernens hat begonnen". Er schärfte den ehemaligen Lehrlingen ein, mit ihrer Tätigkeit und ihrem Verantwortungsbewusstsein die Arbeit des traditionsreichen Zimmererhandwerks zu ehren. "Erwerben Sie sich mit Ihrem Fleiß, Ihrer Gewissenhaftigkeit und Ihrer Hilfsbereitschaft den Respekt und die Achtung der Mitmenschen", wandte er sich an die Jung-Gesellen.
Amberg-Sulzbachs stellvertretender Landrat Franz Mädler bezeichnete den Zimmerer als tollen Beruf und den Gesellenbrief als wichtigen Meilenstein im Leben. Der Zimmererberuf verbinde traditionelles Handwerk mit modernster Technik. Der Leiter der Werner-von-Siemens-Berufsschule Cham, Oberstudiendirektor Siegfried Zistler, lobte die schulischen Leistungen der ehemaligen Lehrlinge. 13 von ihnen hätten einen besseren Notendurchschnitt als 1,4. Zudem hätten 18 die mittlere Reife geschafft.
Lob für schulische Leistungen
Bei der Bekämpfung des Klimawandels seien die Zimmerer mit ihrem ökologischen, regionalen und nachwachsenden Rohstoff vorne mit dabei. Zistler zeigte sich überzeugt, dass Holzhäuser die Zukunft seien. Als Außenstellenleiter von Furth im Wald wünschte Johann Altmann den ehemaligen Berufsschülern viel Freude und Erfolg im Beruf.
Die Prüfungsbesten
- Andreas Dirscherl aus Weiding-Zelz (Ausbildungsbetrieb Holzhausbau Aumer in Weiding)
- Stefan Stegbauer aus Rattiszell (Heimerl GmbH in Rattiszell)
- Hamza Beutel (Josef Donhauser in Amberg)
- Sebastian Blau aus Hirschau (Holzbau Reil, Hirschau)
- Axel Feldmeier (Holzbau Kiener in Ammerthal)
- Simon Porembo (Albert Holzner GmbH in Amberg)





















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