25.02.2020 - 15:33 Uhr
AmbergOberpfalz

41. Erlanger Unitage beschäftigen sich mit dem Thema Grenzen

Selbst unsere grenzenlose Welt besitzt viele Grenzen. Manche von ihnen brauchen wir auch, um in einigermaßen geordneten Maßstäben zusammenleben zu können. Mehr zum Thema bieten die 41. Erlanger Unitage in Amberg.

Ein Gruppenbild in den Grenzen des Großen Rathaussaals. Im Bild von links: Kulturreferent Fabian Kern, Oberbürgermeister Michael Cerny, Professor Rudolf Freiburg und Kulturfachkraft Barbara Cosima Frey.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Wir leben in einer fast grenzenlosen Gesellschaft, die doch so viele Grenzen aufweist. Höchste Zeit, sich mit diesem Thema auch einmal sehr wissenschaftlich zu befassen. "Grenzen" lautet daher der Titel der 41. Erlanger Unitage, die im März wieder fünf Dienstage lang ein interessiertes Publikum in den Großen Rathaussaal locken werden. Beinahe so traditionell wie die Unitage selbst ist auch die Vorstellung des Programms im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters. Professor Rudolf Freiburg, seit einigen Jahren der Organisator der Unitage, schaute daher jetzt wieder bei Michael Cerny vorbei, um diesem und den Ambergern das Thema schon etwas näher zu bringen.

Info:

Die Vorträge

Dienstag, 2. März: Ereignishorizont und Schwarze Löcher (Jörn Wilms)

Dienstag, 10. März: Grenzen von Raum und Zeit im Kontext der „Allgemeinen Relativitätstheorie“: Von der klassischen Gravitation zur Quantengravitation (Kristina Gisel)

Dienstag, 17. März: Medizin an Grenzen: Was kann die Palliativmedizin bei schwerer Krankheit leisten? (Christoph Ortgathe)

Dienstag, 24. März: Grenzen unserer Klimakomfortzone (Johannes Fürst)

Dienstag, 31. März: Das Spiel mit Geschlechtergrenzen – bei Shakespeare und heute (Doris Feldmann)

Beginn aller Vorträge ist um 19.30 Uhr im Großen Rathaussaal, Einlass ist um 19 Uhr. Der Eintritt für die Erlanger Unitage ist wie immer frei.

Der Oberbürgermeister konnte auf Anhieb Bereiche nennen, in denen wir in der Vergangenheit und Gegenwart sehr wohl Grenzen gespürt haben. Bei der Flüchtlingskrise beispielsweise, in der Grenzen sogar eine sehr große Rolle spielen. Aber auch im politischen Bereich würden sich Grenzen immer mehr verschieben, sagte Michael Cerny. "Und bei Facebook fragt man sich oft, ob es überhaupt noch Grenzen gibt."

Zum Programm der Erlanger Unitage:

"Wir sind tatsächlich von vielen Grenzen umgeben", gab ihm Rudolf Freiburg Recht. Von sehr realen noch dazu, wie der Anglist und Literaturwissenschaftler aus Erlangen präzisierte. Donald Trump und die Grenze zu Mexiko, die Problematik in Irland beim durch den Brexit verursachten Backstop. Aber auch die sehr verschiebbaren Grenzen bei Sexualität und Moral. "Wir brauchen Grenzen, obwohl wir nicht wissen, ob es sie überhaupt gibt", hob Freiburg die Thematik auf eine sehr philosophische Ebene. Was wiederum neugierig macht auf die Vorträge der Unitage.

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