12.10.2018 - 21:26 Uhr
AmbergOberpfalz

AfD trifft auf 3000 Demonstranten

Der Protest war nicht zu übersehen und zu überhören: Rund 3000 Menschen haben am Freitagabend auf dem Platz vor dem Kongresszentrum gegen den dort stattfindenden Wahlkampfabschluss der bayerischen AfD protestiert.

Alice Weidel trat im Amberger Kongresszentrum beim Wahlkampfabschluss der bayerischen AfD auf.
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Vertreter verschiedener Verbände und Parteien sowie mehrere Ehrenamtliche gaben auf der Bühne Statements ab. Viele Demonstranten hielten Schilder hoch mit Texten aus dem Grundgesetz oder Aufschriften wie "Lebe so, dass die AfD etwas dagegen hätte". Ein Plakat zeigte eine Halbe Bier einer Amberger Brauerei und den Zusatz: "Die einzige braune Flasche, die ich akzeptiere."

Drinnen im ACC füllten sich derweil das Parkett und die Tribüne. Nachdem die Polizei rund 750 Besucher gezählt hatte, war aus Sicherheitsgründen Schluss. Laut dem Amberg-Neumarkter AfD-Kreisvorsitzenden Werner Meier musste deshalb 100 bis 200 Anhängern der Zutritt verwehrt werden. Er und die Co-Vorsitzende der Berliner Bundestagsfraktion der Partei, Alice Weidel, überzogen besonders die CSU mit harscher Kritik bis beißendem Spott. Damit erfüllten sie offensichtlich die Erwartungen des Publikums, die beide Redner mit tosendem Szenenapplaus bis hin zu stehenden Ovationen bedachten. Vereinzelten Besuchern wurde es offensichtlich aber zu viel und sie verließen eher ver- bis beschämt den Saal.

Am Marktplatz feierten die Amberger derweil ein Fest der Demokratie

Draußen vor dem ACC demonstrierten laut Polizei ungefähr 3000 Leute gegen die AfD.
Amberg
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Kommentare

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Rene Kinderlein

Den Gedanken an die Demokratie in allen Ehren, aber was da geboten wird ist wohl eher die Machart eines totalitären Systems. Nichts was anders ist wird zugelassen. Da schließen sich alle zusammen und prügeln - dem Anschein nach wegen fehlenden Argumenten - auf eine im Bundestag sitzende Partei ein. Je lauter desto besser. Aber das wird nicht gegen die rechte Strömung helfen. Da hilft nur eine vernünftige parlamentarische Arbeit. Geht wählen und lasse unsere Parlamentarier eine vernünftige Arbeit machen, aber führt euch nicht auf wie ein Mob.
Und dann frage ich mich, ein Fest für welche Demokratie? Die Demokratie der „Reiche immer reicher, Arme immer mehr“; die Demokratie der Altersarmut; Die Demokratie der Kinderarmut; die Demokratie der Niedrigrenten; die Demokratie der bankrotten Kommunen; die Demokratie des bankrotten Staates; die Demokratie der verlogenen Berichterstattung (z.B. 42 Mrd. Euro Steuerüberschuss bei nicht genannten bei 300 Mrd. Euro Investitionsstau und 2 Billionen Euro Staatsschulden); die Demokratie der Lobbyisten; die Demokratie der Bankenrettung … . Unsere pervertierte Demokratie braucht Erneuerung und nicht Gebrüll und Geschrei auf der Straße gegen andersdenkende.

13.10.2018