23.03.2021 - 13:01 Uhr
AmbergOberpfalz

AG Schule des ZEN berät Schulen in Sachen Lüften und Ökologie

Die von der AG Schule des ZEN schon lange geplante Lehrerfortbildung im Energieschule-Projekt des Landkreises fand aufgrund der Corona-Pandemie nun online statt. 14 Teilnehmer verfolgten an ihren PCs das Geschehen.

"Bitte beachten - Mundschutz, Abstand, Hände waschen, Keine Teilnahme bei Krankheit, Keine Gruppenbildung" steht an der Tür eines leeren Klassenzimmers an einem Gymnasium. Lüften wäre eine Möglichkeit zurück in den Präsenzunterricht.
von Autor HAHProfil

Manfred Klemm, der Ansprechpartner der AG Schule und Leiter des Projekts, erläuterte, die AG Schule bestehe derzeit aus 19 Mitgliedern, von denen sechs ehemalige Lehrer, ein Diplom-Physiker, ein Mitarbeiter der OTH, ein Agrarfachwirt und ein Elektrospezialist den aktiven Kern bilden. Sie betreuen neben den 16 bereits zertifizierten Energieschulen in diesem Schuljahr vier Schulen, die Grundschulen Ehenfeld und Freihung, die Walter-Höllerer-Realschule und das Herzog-Christian-August-Gymnasium in Sulzbach-Rosenberg.

Das erste Referat „Gute Luft im Klassenzimmer“ teilten sich Sebastian Schärl und Hubert Harrer. "Luft anhalten wäre tatsächlich das Einzige, was hilft", sagte Schärl in Bezug auf die Ansteckungsgefahr. Das könne aber nicht die Lösung sein. "Diese besteht nur in lüften, lüften, lüften." Schärl stellte die vom Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie entwickelte Belüftungsanlage für Schulen vor, die auch als Do-it-yourself-Belüftungssystem bezeichnet wird. Der Clou sei nicht nur ihre Leistungsfähigkeit, sondern auch die niedrigen Materialkosten von 200 bis 250 Euro je Klassenzimmer. Die Anlage funktioniere wie eine Dunstabzugsanlage in einer Küche. Rohre, breite Schirme über jedem Schülertisch, ein Fenster und ein Ventilator – mehr braucht es nicht, um 90 Prozent der ansteckenden Aerosole aus der Luft in Klassenzimmern zu entfernen. Die Anlage kann auch von Laien installiert werden. Deshalb haben auch schon Eltern Hand angelegt.

Was Sebastian Schärl theoretisch bezüglich des Lüftens im Klassenzimmer erläutert hatte, hat Hubert Harrer in der Praxis an der Lauterachtal-Grundschule in Hohenburg im Unterricht durchgeführt. Lüften sei zum einen notwendig, um den CO2-Gehalt, der zur Ermüdung der Schüler beiträgt, zu senken, und zum anderen, um die Verbreitung der Aerosole mit dem Coronavirus einzudämmen. Entscheidend sei aber auch die Art des Lüftens. Im Unterricht wurde sehr schnell deutlich, dass das Querlüften die effektivste Art ist, da der Luftaustausch hier am schnellsten erfolgt und dies gerade bei niedrigen Temperaturen sehr wichtig ist, um auch die Raumtemperatur wieder schnell ausgleichen zu können.

Jürgen Stauber, Klimaschutzbeauftragter der Gemeinde Poppenricht und Prokurist der AOVE-Bürger-Energie-Gesellschaft, stellte den Ökologischen Fußabdruck vor. Gedacht ab der 5. Klasse, kann der Parcours, der aus 60 x 40 Zentimeter großen Fußspuren besteht, auch von Erwachsenen absolviert werden. Auf jedem Exemplar stehen Fragen, auf deren Antworten es Punkte gibt. Ihre Summe zeigt am Ende, wie nachhaltig die Lebensweise des Begehers ist.

 

 

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