15.07.2019 - 14:37 Uhr
AmbergOberpfalz

Altstadtfest Amberg ganz ohne Regen

Das Programm hatte es an beiden Tagen wieder in sich: Zwischen Bürgerplatz am Innenstadt-Eingang und Malteser 59 Konzerte an 30 Orten, dazu unzählige kulinarische Angebote und Bier der Amberger Brauereien. Eine Änderung gab es dann doch.

Kein Regen in Sicht, aber Partyvolk, wohin das Auge reicht. Am Roßmarkt gab es keine Wetterbedenken. Dafür einen Auftritt der Funky Blues Rabbits.

Wegen der unsicheren Witterung verzichtete Rossini-Wirt Gerd Spangler im Englischen Garten komplett auf das Musikprogramm.

"So ein Wetter ist tödlich für mich", sagte der Amberger am frühen Samstagnachmittag und zeigte als Beweis eine Wetter-App auf dem Smartphone: 80 Prozent Regenwahrscheinlichkeit und Gewitterwarnung. "Ich habe der Band für Samstagabend abgesagt. Die hat das auch verstanden." Konkret ging es um den Auftritt von Austria 7. Am Ablaufplan für den Sonntag aber hielt Spangler fest.

Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien erklärte der Platzbetreiber die für viele Gäste nicht nachvollziehbaren Absagegründe: "Wegen der Flurschäden. Ich habe hier eine Grünfläche. Wenn das aufweicht und Leute da sind, geht alles kaputt." Und: "Auf den anderen Plätzen trocknet's relativ schnell ab, bei mir dauert das drei Stunden." Wenn dann auch noch "die Bäume nachtropfen", sei das für Besucher nicht sehr angenehm.

Dass der von ihm erwartete Regen komplett ausblieb, trug Geld Spangler mit Fassung: "Es freut mich für die anderen, dass sie trocken durchgekommen sind und ein Bombengeschäft gemacht haben." Den Wetterbericht hatten auch andere Platzbetreiber registriert. "Wir glauben fest daran, dass es jetzt nicht mehr regnet", sagte eine später Recht behaltende Jessica Huber vom Jugendzentrum, die mit ihrem Team den Roßmarkt bewirtschaftete. Am Samstagabend ließen dort die Funky Blues Rabbits auf einem rappelvollen Platz musikalisch die Korken knallen.

Amberg

Relativ entspannt blickte auch Josef Forster zum Himmel: "Es hat schon Altstadtfeste gegeben, da haben wir die Tische fünfmal wischen müssen, weil es so oft geregnet hat." Der Bruckmüller-Wirt, der am Marktplatz und am Schrannenplatz an beiden Tagen neun Bands unter Vertrag hatte, kam mit Blick aufs Wetter auf ein völlig anderes Thema zu sprechen, das seit Jahren latent existiert und immer wieder zum Vorschein kommt: "Was ich mehr bedauere, ist, dass wir im Prinzip nur eineinhalb Tage haben." Unternehmerisch sei das ein gewisses Risiko, weil ein paar Stunden Regen das Geschäft gefährden können: "Unser Wunsch wäre, dass wir an drei Tagen feiern dürfen."

Seiner Meinung nach ließe sich der Wochenmarkt vom Samstag sehr wohl integrieren. Dass das Campus-Fest der Hochschule am Freitagabend als Auftakt und damit quasi als dritter Tag vermarktet werde, stört Forster etwas: "Bei aller Liebe, aber das ist doch kein Altstadtfest."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.