11.10.2018 - 18:44 Uhr
AmbergOberpfalz

In Amberg: Baustellen-Ärger

Zuerst waren Kinder aus dem Stadtteil Gailoh aufgelöst, dann ihre Mutter: Die Baustelle in der Weißenburger Straße hat für Verwirrung im Schulbusverkehr gesorgt.

Die Bushaltestelle (hinten rechts) kann momentan nicht angesteuert werden: Die Stadtwerke erneuern in der Weißenburger Straße Leitungen. Für Ärger sorgen auch Parker, die Halteverbote in diesem Bereich ignorieren. Weil deshalb der Citybus nicht durchkommt, will die Polizei nun hart durchgreifen.
von Heike Unger Kontakt Profil

(eik) Der zuständige Ansprechpartner des Busbetreibers, der Aufklärung hätte bringen können, war am Donnerstag nicht erreichbar. So bleibt zumindest momentan der Vorwurf der Gailoher Mutter im Raum stehen, es habe sie niemand informiert, dass die Bushaltestelle wegen der Bauarbeiten derzeit nicht angesteuert werden kann. Weder die Schule ihrer Kinder noch der Betreiber der betroffenen Buslinie 5 hätten darauf hingewiesen - und eine Ausweich-Haltestelle sei auch nicht erkennbar ausgewiesen worden.

Bei der Polizei sind auch schon mehrere Beschwerden eingegangen: Dabei ging es um Behinderungen der Citybusse durch geparkte Autos, die hier momentan gar nicht stehen dürften. Ursache für die ganze Aufregung ist eine Baustelle in der Weißenburger Straße. Letztere muss wegen der Arbeiten teilweise gesperrt werden. Der Verkehr wird über die Archiv- und Luitpoldstraße umgeleitet. Dabei hat es laut Polizei in den vergangenen Tagen wiederholt Probleme gegeben, weil Autofahrer die dort vorübergehend aufgestellten Halteverbots-Schilder ignoriert haben. Schnell zeigte sich, dass diese aus gutem Grund dort stehen: Wenn hier geparkt wird, kommt der Citybus nicht durch.

Die Polizei teilt deshalb mit, dass sie wegen "verschiedener Beschwerden in den nächsten Tagen verstärkt ein Auge auf Einhaltung der Verbote werfen wird". Und sie will durchgreifen, kündigt gebührenpflichtige Verwarnungen an. Aber nicht nur die: "Fahrzeuge, die ein Durchkommen der Busse unmöglich machen, können abgeschleppt werden."

Die Baustelle in der Weißenburger Straße ist ein Projekt der Stadtwerke, die hier seit Montag an den Gas- und Wasserleitungen arbeiten. Letztere stammen laut Pressesprecherin Karoline Gajeck-Scheuck teils noch aus dem Jahr 1935 und müssen deshalb ausgetauscht werden. "Dabei werden auch gleich die Gasleitungen und anstehenden Hausanschlüsse erneuert." Das werde voraussichtlich "bis Mitte Dezember" dauern - verbunden mit Voll- und Teilsperrungen der Weißenburger Straße.

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