27.06.2021 - 11:23 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg: Bergfestwoche 2021 startet mit nachdenklich machenden Worten

Die Amberger Bergfestwoche 2021 ist eröffnet! Vor 40 Gläubigen – wegen der Auflagen sind maximal 56 erlaubt – zelebrierte Weihbischof Reinhard Pappenberger am Samstagabend einen Gottesdienst, in dem er auch auf die Pandemie zu sprechen kam.

Weihbischof Reinhard Pappenberger eröffnete am Samstagabend in der Wallfahrtskirche die Bergfestwoche 2021.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Wie schon im Vorjahr, gelten beim Amberger Bergfest auch 2021 strenge Auflagen. Einen weltlichen Teil gibt es nicht, wer auf Bier und Bratwürste spekuliert, hat Pech. Beten aber ist erlaubt – wenn auch unter Auflagen. Wer bis Sonntag, 4. Juli, eine der Messen im Inneren der im 17. Jahrhundert erbauten Wallfahrtskirche besuchen möchte, muss sich anmelden. Draußen, vor dem Freialtar, wo am Samstag zum Auftakt 24 Frauen und Männer saßen und der Lautsprecherübertragung lauschten, muss auf den Bänken ein Abstand von eineinhalb Metern eingehalten werden.

„Die Glocken läuten deswegen nicht weniger oft als in normalen Zeiten“, tröstete Weihbischof Reinhard Pappenberger am Samstagabend alle, die gekommen waren, und blickte der Realität ins Auge: „Das, was zum großen Feiern gehört, werden wir auf dem Berg nicht finden“ – das Wesentliche des Bergfestes dagegen schon. Die Menschen seien eine Woche lang eingeladen, „die Welt und ihre Herausforderungen“ mit christlichen Augen zu betrachten. Wörtlich sagte Pappenberger: „Jede Bergfestwoche, auch die 2021, lässt das letzte große Deckenbild hinten über der Orgel wieder lebendig werden.“ Was dort gemalt ist, erfülle sich in den kommenden Tagen – trotz der Pandemie.

Auf dem Fresko sieht man eine Prozession, die zum Mariahilfberg zieht und sich auf den Weg hinauf zur Kirche und zum Gnadenbild macht. Darunter steht in unsere Sprache übersetzt: „Das Gotteshaus zieht an.“ Pappenberger wiederholte zwei Wörter ganz bewusst: „Das Gotteshaus.“ Dieses sei der eigentliche Grund, warum Menschen auf den Berg zogen und ziehen – und nicht etwa weltliche Genüsse.

Darum ist den Ambergern ihr Bergfest so wichtig

Amberg
Auch in der Mariahilfbergkirche gelten Corona-Auflagen. Maximal 56 Gottesdienstbesucher sind erlaubt.

 

 

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