14.07.2020 - 15:26 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg-Sulzbachs Wirtschaft: stabil mit Perspektiven

Wie steht die Wirtschaft in der Region da? Wie lange hält sie die Einschränkungen der Corona-Pandemie noch aus? Das waren die Kernfragen bei einer Onlinekonferenz der Unternehmer des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach.

Dr. Rolf Pfeiffer - hier bei einem Vortrag an der OTH Amberg-Weiden - ist Vorsitzender des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Situation sei zwar herausfordernd, aber derzeit stabil und durchaus mit Perspektiven - so lautet einer Pressemitteilung zufolge der Konsens der Mitglieder des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach. Gremiumsvorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer habe an die regionale Wirtschaft appelliert, mit Mut und Verantwortung in die Zukunft zu blicken: "Die Unternehmen können sich nicht nur auf die Rettungsschirme des Staates verlassen. Als kurzfristige Lösung sind Finanzierungen natürlich richtig, um Strukturen zu erhalten und handlungsfähig zu bleiben. Mittel- und langfristig gesehen müssen wir aber schnellstmöglich beginnen, uns Schritt für Schritt aus eigener Kraft zu regenerieren."

Auch Oberbürgermeister Michael Cerny war bei der Konferenz zugeschaltet. Er sagte, die Stadt erwarte massive Einnahmerückgänge, die nur durch einen entsprechenden Nachtragshaushalt teilweise kompensiert werden könnten. Trotzdem wolle man laufende Investitionsvorhaben wie beispielsweise Sanierungen im Klinikum oder die Erweiterung von Bildungseinrichtungen abschließen. "Die Kommune will in keinem Fall die Bremse bei Investitionen in der Stadt sein", wird der Oberbürgermeister zitiert. Großprojekte müssten aber priorisiert und neu bewertet werden. In der Innenstadt wolle man die Sondernutzungen für die Gastronomie erweitern, um Existenzen zu sichern.

Alle Dienstleistungen der Ämter stünden inzwischen wieder vollumfänglich zur Verfügung, jedoch könnten die Abstandregelungen in den vorhandenen Wartebereichen nicht eingehalten werden. Zum Schutz der Bürger und Mitarbeiter müssten daher individuelle Termine vereinbart werden. Die Stadt führe dazu auch eine neue Terminvereinbarungssoftware ein, so Cerny. Sollte dies gut angenommen werden, sei eine komplette Öffnung der Ämtergebäude für den Herbst 2020 geplant.

Im Anschluss berichteten die Gremiumsmitglieder über ihre Erfahrungen in der Coronakrise. Einige Wirtschaftszweige wie die Medienbranche, Automobilzulieferer, Gastronomie oder Tourismus habe es eiskalt erwischt. "Viele kamen aber bis dato mit einem blauen Auge davon und blicken verhalten positiv auf das kommende Jahr", heißt es in der Presse-Info. Als Risiko stuften die Gremiumsmitglieder die Abhängigkeit der regionalen Firmen vom internationalen Geschehen ein. "Amberg ist mehr an weltweite Rahmenbedingungen gebunden als andere Wirtschaftsstandorte. Das zeigt schon die Exportquote von knapp 80 Prozent im vergangenen Jahr", sagte Vorsitzender Pfeiffer.

Warum der Raum Amberg eng mit der Weltwirtschaft verwoben ist

Amberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.