19.05.2020 - 18:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg: Verdacht auf Fliegerbombe im Bergsteig-Untergrund

Im Stadtteil Bergsteig wurde bei Bauarbeiten ein metallischer Gegenstand entdeckt, bei dem es sich um eine Fliegerbombe handeln könnte. Bestätigt sich dieser Verdacht, drohen am Donnerstag Evakuierungen bis hinein nach Kümmersbruck.

Der Amberger Stadtteil Bergsteig aus der Vogelperspektive.
von Markus Müller Kontakt Profil

Laut Presseinformation der Stadt Amberg vom Dienstagabend ergab sich der Verdacht auf die Fliegerbombe im Untergrund auf einer Baustelle in der Breslauer Straße. Ob dies tatsächlich der Fall ist, wird am Mittwoch bei Boden-Sondierungsarbeiten erkundet.

"Erst nach Freilegung und Bewertung des möglichen Blindgängers durch den Sprengmeister ist die endgültige Festlegung der weiteren Maßnahmen möglich. Eine etwaige Entschärfung ist vorläufig für Donnerstag, 21. Mai, geplant. Von der notwendigen Evakuierung wären der gesamte Stadtteil Bergsteig und Teile der Gemeinde Kümmersbruck betroffen", heißt es in der Mitteilung.

Genauere Informationen werden laut der städtischen Pressestelle erst im Laufe des Mittwochs vorliegen. Sie sollen dann gesondert bekannt gegeben werden. Die Anwohner im Räumungsgebiet werden durch ein Flugblatt über die vorbereiteten Maßnahmen informiert, das zum Teil bereits am Dienstag ausgeteilt wurde. Zusätzlich werden am Donnerstag gegebenenfalls Lautsprecherdurchsagen im Evakuierungsgebiet erfolgen.

Die Stadt Amberg hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter der Telefonnummer 09621/10-9999 oder per E-Mail buergertelefon[at]amberg[dot]de am Mittwoch von 8 bis 22 Uhr und am Donnerstag ab 7 Uhr erreichbar ist.

Aktuelle Informationen zum Blindgänger-Verdacht sind zusätzlich im Internet unter www.amberg.de/evakuierung und auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/Amberg.de zu finden.

Im August 2019 waren in Kümmersbruck zweimal Fliegerbomben entdeckt worden

Haselmühl bei Kümmersbruck
An der Breslauer Straße (oben, von links nach rechts) laufen derzeit Bauarbeiten. Dabei wurde die vermutliche Weltkriegsbombe entdeckt.
Hintergrund:

Zwei Fliegerbomben in Kümmersbruck

Im August 2019 war Kümmersbruck innerhalb weniger Tage zweimal mit einer zu entschärfenden Fliegerbombe konfrontiert worden. Zuerst handelte es sich um eine 225-Kilo-Fliegerbombe, die bei Baggerarbeiten auf einem Privatgrundstück im Ganghoferweg in Haselmühl entdeckt wurde. Im Umkreis von 500 Metern wurden rund 1500 Menschen aufgefordert, ihre Wohnhäuser zu verlassen. Auch das Seniorenheim der AWO war betroffen. Die Entschärfung gelang kurz vor Mitternacht. Fünf Tage später stieß man auf demselben Grundstück auf eine weitere Bombe desselben Typs. Wieder wurde eine Evakuierung von rund 1500 Haselmühlern notwendig. Auch hier konnten die Sprengmeister am Abend Entwarnung geben. (ll)

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