07.07.2019 - 20:07 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger feiern Félibrée in Périgueux

Große Ehre für die Amberger: Die Stadtratsdelegation, die seit Freitag in der Partnerstadt Périgueux weilt, marschierte am Sonntag im großen Festzug zur 100. Félibrée mit - als einzige Gruppe außerhalb Aquitaniens.

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Seit rund zwei Wochen präsentiert sich Ambergs Partnerstadt festlich geschmückt. Über allen Straßen und Gässchen hängen riesige Girlanden mit insgesamt über 450 000 Blumen. Diese hatten viele Freiwillige gefaltet, in Altenheimen genauso wie in Kindergärten. Zur 100. Félibrée, deren Haupttag der Sonntag war, kamen Tausende Menschen aus der gesamten Region Aquitanien. Aus gutem Grund, denn die Félibrée ist ein Festival, das die okzitanische Kultur und Sprache in den Mittelpunkt rückt.

Die Amberger waren sehr froh, dass es am Sonntag nicht ganz so heiß war, wie in den vergangenen zwei Tagen. Da nämlich waren die Oberpfälzer bei bis zu 37 Grad gehörig ins Schwitzen gekommen. Die befürchtete Hitzeschlacht am Sonntag jedoch war ausgeblieben, die Delegation glücklich, dass der Himmel bedeckt und die Temperaturen auf angenehme 25 Grad gesunken waren.

Kultur im Mittelpunkt

Der große Tag der Félibrée begann am frühen Morgen mit einer feierlichen Übergabe: Bürgermeister Antoine Audi überreichte einen symbolischen Schlüssel an die Reine de la Félibrée, deren Leitspruch lautet: "Königin für einen Tag, Okzitanien für immer." Im Anschluss stellten sich die Gruppen, die aus der gesamten Region nach Périgueux gekommen waren, zu einem großen Festzug, der zur Kathedrale führte, auf.

Als Ehrengäste reihten sich auch die Amberger mit Oberbürgermeister Michael Cerny ein. Sie ernteten bewundernde Blicke für ihren feschen Auftritt in Dirndln und Lederhosen. "Sehr hübsch", urteilten viele Périgourdins, die als Zaungäste das Defilee verfolgten. Die einzelnen Gruppen machten Musik und tanzten auf den Straßen, marschierten sternförmig zur Kathedrale St. Front. Dort zelebrierte dann der Bischof von Périgueux mit einem Dutzend Priestern eine Messe auf Okzitanisch. Im Anschluss setzten die Trachtengruppen das Defilee durch die Rue St. Front bis zum Platz Tourny fort. Unzählige Zuschauer säumten die Straßen und jubelten den Menschen zu. Auf dem Platz war eine riesige Tafel eingedeckt - rund 800 Menschen nahmen dort die Taulada, eine traditionelle Mahlzeit, ein.

Heimreise am Montag

Die Oberpfälzer waren stolz, dass sie als einzige Gruppe außerhalb Aquitaniens zur 100. Félibrée eingeladen waren. Am heutigen Montag heißt es für die Amberger, Abschied zu nehmen von Périgueux - und insbesondere von ihren französischen Freunden. Vom Flughafen Bordeaux aus geht es über Lyon zurück nach Nürnberg, wo die 19-köpfige Stadtratsdelegation am frühen Abend eintreffen wird - mit unvergesslichen Eindrücken und der einen oder anderen Flasche Wein aus der Dordogne im Gepäck.

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