13.07.2020 - 10:55 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger "Ladies" sozial engagiert

Mit der Verleihung der Charter, der Aufnahmeurkunde, ist Ladies' Circle (LC) 85 Amberg nun Vollmitglied in der weltweit verbreiteten Assoziation.

Nun ist auch Ladies‘ Circle Amberg Vollmitglied. Dem neuen Serviceclub gehören aktuell zwölf Damen an. In der Mitte mit der neuen silbernen Amtskette Charterpräsidentin Nicole Asmus, rechts neben ihr Vizepräsidentin Ann-Julie Trepesch.
von uscProfil

Der Kreis der Serviceclubs in Amberg, bestehend aus zwei Lions-Clubs, Rotary, Round Table, Soroptimist, Rotaract und Leos, hat sich um einen Damenclub erweitert. Zwölf Ladies gehören zur Charter-Gruppe Ladies' Circle (LC) 85 Amberg.

Die Vorbereitungen für die Amberger Charterfeier, die auch ein attraktives Rahmenprogramm beinhaltet hätte, wurden durch die Coronapandemie zunichte gemacht, heißt es in einer Presse-Info des Clubs. So mussten die Damen improvisieren und ein Online-Event daraus machen. Eigentlich sollten das Charterfest im Garten von Schloss Neidstein, der Welcome-Abend am Monte Kaolino stattfinden.

Statt in festlicher Umgebung eines Charterakts saßen die Damen daheim vor ihrem Laptop oder Handy. Online zugeschaltet waren die Nationalpräsidentin der Assoziation, Jenny Meemann, sowie Distriktspräsidentin Stephanie Petermann, ebenso viele Gäste aus anderen Circles, Round Tables und von Soroptimist Amberg. Die Amberger Tabler stifteten auch die Amtskette aus dem Atelier von Sebastian von der Recke.

In ihrer Rede unterstrich Clubpräsidentin Nicole Asmus, dass es dem Club darum gehe, in erster Linie der Gesellschaft zu dienen. Asmus: "Und genau dieses Jahr hat uns gezeigt, was eine Gesellschaft bewirken kann, wenn sie auch in Krisen zusammenhält. Wir sind stolz, dass wir auch in dieser Zeit in unserem Circle trotz der körperlichen Distanz dennoch im Geiste mehr zusammengerückt sind und es uns gelungen ist, Teil des großen Ganzen zu sein."

Als ihr Mann vor ein paar Jahren zu Round Table kam, sei er Feuer und Flamme für all das gewesen. "Und schnell war auch bei mir die Idee geboren, gleichgesinnte beherzte junge Frauen zu finden, denen das Alltagsleben nicht genug war, sondern die ebenfalls das Bedürfnis verspüren, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Eine Lady zu sein, heißt nämlich nicht sich in der anonymen Masse zu verstecken, sondern als Einzelne Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen", heißt es in der Presse-Info weiter.

Abschließend stellte Asmus fest: "Es hat schon einen guten Grund, warum es so lange dauert bis ein Circle tatsächlich chartern kann. Es ist eben ein Lernprozess, bei welchem man seinen Willen durchzuhalten und auch seine Fähigkeiten beweisen muss, Projekte auf die Beine zu stellen und sich als Gruppen zu finden, die gemeinsam in einem Ziel aufgeht". Nationalpräsidentin Jenny Meermann erklärte in ihrem Grußwort: "Die zwölf Frauen des neuen Clubs, die unterschiedlicher nicht sein können, bringen eine Vielfalt mit ein, die die richtige Mischung an Stärken ergibt."

Hannah Mehler aus Tirschenreuth fertigt Stofftaschen für mehr globales Miteinander

Tirschenreuth

Sie unterstrich in ihrer Rede besagte bemerkenswerte Stärke engagierter und motivierter Frauen im neuen Amberger Club, was sie schon durch mehrere Activitys bewiesen hätten. Bereits in der Gründungsphase machte der neue Serviceclub durch Hands-on-Aktionen bei lokalen Festivitäten und durch Wohltätigkeits-Golfturniere auf sich aufmerksam. Den Erlös spendete der Club dem Kinderpalliativteam Ostbayern. Ladies' Circle versteht sich als weiblicher Partnerclub von Round Table, heißt es. Aus diesem Grund packten die Damen fleißig Geschenke für den Weihnachtspäckchen-Konvoi von Round Table Deutschland für bedürftige Kinder in Rumänien. Und in der aktuellen Coronapandemie organisierte der Damenclub zuletzt für in Isolation lebende Senioren Briefe und Bilder, mit denen sie Bewohner von Seniorenheimen überraschten.

Service-Club:

Ladies' Circle

1930 wurde von Englischen Damen ein Service-Club gegründet, der auf sechs Pfeilern basiert: Freundschaft, Toleranz, Ehrenhaftigkeit, positives Denken, Hilfsbereitschaft und Vertrauen. Das Ziel der Vereinigung ist, mit Hilfsbereitschaft der moralischen Verpflichtung jedes Einzelnen gegenüber der Gesellschaft Rechnung zu tragen, und das überparteilich und überkonfessionell. Die zu unterstützenden Projekte sind sowohl regional als auch national und international angesiedelt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.