Amberg
31.03.2026 - 11:47 Uhr
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Im Amberger Landesgartenschaugelände können bald wieder Vögel beobachtet werden

Im ehemaligen Amberger Landesgartenschaugelände wird gerade gebaut. Eine Holzwand mit "Fenstern" darin macht neugierig. Markus Dollacker, der Geschäftsführer des Naturpark Hirschwald, weiß genau, was hier passiert.

30 Jahre ist es heuer her, dass die Landesgartenschau 1996 das ehemalige Klärwerksgelände von Amberg in einen lebendigen Park verwandelt hat. Eine Attraktion damals war ganz unten in der Nähe des Drahthammerwehrs eine Vogelbeobachtungsplattform mit einem unterhaltsamen Vogelstimmen-Quiz. Sie war immer gut besucht, auch wenn die Trefferquote, welcher Vogel welche Stimme hat, bei vielen LGS-Besuchern eher bescheiden ausgefallen ist. Irgendwann nach der Landesgartenschau wurde die Holzkonstruktion dann wieder abgebaut, die Natur wurde sich selbst überlassen – was ihr ganz gut bekommen ist.

Ganz in der Nähe der alten Beobachtungsplattform entsteht derzeit aber eine neue Möglichkeit, den heimischen Vögeln wieder etwas näher zu kommen. Unter der Regie des Naturparks Hirschwald wurde eine Holzwand errichtet, durch deren Öffnungen die Besucher einen Blick auf die Vögel werfen können, die im Schilf des gegenüberliegenden Ufers leben, brüten oder einfach nur Rast machen. "Es ist ein Sichtschutz", so sagt Markus Dollacker, der Geschäftsführer des dafür verantwortlichen Naturparks Hirschwald.

Es kommt noch ein Teleskop

Die Vögel sollen dadurch möglichst wenig gestört werden, die Mensch trotzdem einen guten Blick auf sie haben. Verstärkt wird dieser durch ein Teleskop, das hier noch aufgestellt wird. Eventuell kommt zusätzlich eine Art Periskop dazu, um von hier aus Unterwasser-Einblicke in den Uferbereich der Vils zu bekommen. "Es soll auch noch eine Möglichkeit geben, diverse Vogelstimmen anzuhören", so Dollacker. Was eventuell den erfreulichen Nebeneffekt hätte, dass die Bewohner der Uferregion von den Stimmen der Artgenossen angelockt werden und damit besser zu beobachten sind.

Kosten wird das Projekt rund 38.000 Euro, wobei der größte Teil davon, 70 Prozent, über ein Förderprogramm des bayerischen Umweltministeriums abgedeckt ist. Den Rest "teilen" sich die Stadt Amberg und der Naturpark Hirschwald. Wie Markus Dollacker, der neue Geschäftsführer des Naturparks sagt, gehört auch das Totholz zu dieser Anlage. Wobei das ursprünglich dazu gedacht war, die Besucher direkt an den Beobachtungspunkt zu lenken, um eine Störung der Vögel möglichst gering zu halten. "Das hat nicht ganz geklappt."

Neue Spechtlöcher

Auf der anderen Seite sind die toten Bäume, die dort stehen, bereits von Spechtlöchern übersäht. "Der soziale Wohnungsbau hat also schon angefangen", freut sich Markus Dollacker. Der hofft, dass die Anlage abschließend im September in Betrieb gehen kann. Dann wäre das ehemalige Landesgartenschaugelände in Amberg wieder um eine Attraktion reicher.

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