17.12.2019 - 17:16 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Oberbürgermeister mit dem Jahr 2019 sehr zufrieden

Es ist eine gute Tradition in Amberg, dass in der letzten Stadtratssitzung des Jahres die politischen Gegensätze ruhen und es am Ende harmonisch wird.

Oberbürgermeister Michael Cerny und das älteste Mitglied des Amberger Stadtrats, Emilie Leithäuser, hatten am Montag traditionell das letzte öffentliche Wort im Gremium
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Es ist eine gute Tradition in Amberg, dass in der letzten Stadtratssitzung des Jahres die politischen Gegensätze ruhen und es am Ende harmonisch wird. Die Reden des Oberbürgermeisters und des ältesten Stadtratsmitglieds runden die Sitzung ab, die am Montag 20 Tagesordnungspunkte allein im öffentlichen Teil bot.

OB Michael Cerny zog am Schluss des Jahres ein zufriedenes Fazit. Auch wenn es selbstverständlich immer Leute gebe, die zu nörgeln hätten, die immer das Haar in der Suppe finden, könne man in Amberg sehr positiv gestimmt in das Jahr 2020 gehen, machte Cerny in seiner Rede deutlich, die er mit reichlich Fotos garnierte, die ihn bei vielen verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen zeigten. Rund 1000 Tagesordnungspunkte seien 2019 im Stadtrat, in den Ausschüssen oder den Aufsichtsräten der Tochtergesellschaften zu absolvieren gewesen. "Entgegen der weit verbreiteten Meinung übrigens fast immer im Konsens und im gemeinsamen Bestreben, die sachlich richtigen Entscheidungen für unsere Stadt zu treffen."

2019 sei ein intensives Jahre gewesen. "Ich würde sogar behaupten, dass so viel los war, wie noch nie." Fast vergessen, doch ganz am Anfang stand der "irrationale Medienrummel" wegen der Gruppe von schlägernden Ausländern, die durch die Altstadt zog. Unter anderem für die gute Figur, die Michael Cerny bei der Aufarbeitung dieser Affäre gemacht hat, verlieh ihm die IG Metall ein "Respekt"-Schild. Darüber, so sagte der OB am Montag, habe er sich sehr gefreut.

Ein wesentliches Ereignis 2019 sei sicherlich auch der Start der Fridays-for-Future-Bewegung in Amberg gewesen. Sehr schnell habe sich gezeigt, dass "die Demonstrationen durchaus die gewünschte und notwendigerweise erhöhte Aufmerksamkeit für den Klimaschutz erzielen", schätzte Michael Cerny die Bedeutung der FFF in Amberg ein. Aber natürlich war 2019 nach den Worten von Cerny ein Jahr der Erfolge für die Stadt.

Die Sanierung der Schulen, eine Vielzahl von Baumaßnahmen, zwei neue Bebauungspläne für Gewerbegebiete sowie sieben für Wohnflächen seien durchaus rekordverdächtig. Die Bahnhofstraße mit dem Bürgerspitalgelände und dem ehemaligen Kaufhaus Forum nahmen in seiner Rede einen breiten Raum ein. Letztendlich sei man zumindest beim Forum einer Lösung inzwischen sehr nahe gekommen. "Natürlich haben wir nicht alles erreicht und umsetzen können -und ich fürchte, diesen Stand werden wir auch nicht erreichen", so Cerny.

Emilie Leithäuser in ihrer Ältestenrede:

Trotz aller Rückschläge viel erreicht

Es geht nicht nur das Jahr 2019 zu Ende, auch die Legislaturperiode dauert nur noch wenige Monate. Aus diesen Grund zog das älteste Mitglied im Stadtrat, Emilie Leithäuser (78, FDP), am Montagabend in der Abschlussrede vor dem Plenum eine gemischte Bilanz für die vergangenen sechs Jahre. „In den letzten zwölf Monaten wurden wieder viele positive Entscheidungen zum Wohl unserer Stadt getroffen“, sagte Leithäuser. Trotzdem habe es aber auch diverse Probleme gegeben. So kämpfe man seit rund fünf Jahren mit dem Wunsch nach Weiterentwicklung der Altstadt – und hier insbesondere des ehemaligen Bürgerspitalgeländes. „Mit der Ausschreibung hatten wir die Hoffnung verbunden, dass die Umsetzung des von uns favorisierten Projektes durch Ten Brinke in der Legislaturperiode abgeschlossen wird“, klagte Emilie Leithäuser.

Doch die Erfolge überwiegen nach Ansicht der FDP-Stadträtin. Von der Renaturierung des Ammerbachs bis hin zum Weltrekord in Mensch-ärgere-Dich-nicht reichte ihre zufriedene Bilanz der vergangenen sechs Jahre. Natürlich habe es auch Rückschläge gegeben, die gelte es immer wieder zu bewältigen. „Packen wir’s weiter an“, sagte Leithäuser und wünschte dem neuen Stadtrat 2020 viel Weitblick.

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