21.07.2021 - 08:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Tafel weiter unter bewährter Führung

Der alte und neue Vorstand der Amberger Tafel (von links): Irmgard Buschhausen (2. Vorsitzende), Günter Preißl (Schatzmeister), Bernhard Saurenbach (1. Vorsitzender), James Burke (Beisitzer), Stefanie Schinabeck (Schriftführerin).
von Gerd SpiesProfil

Bernhard Saurenbach führt weiterhin die Tafel Amberg. Mit ihm wurde jetzt der Vorstand des Vereins einstimmig für die nächsten zwei Jahre wiedergewählt. Genau 254 Mitglieder zählt derzeit der Verein Tafel Amberg. 37 davon kamen in die "Alte Kaserne" zur Mitgliederversammlung, die eigentlich schon vor einem halben Jahr hätte stattfinden sollen. Die meisten Mitglieder engagieren sich schon seit vielen Jahren für diese soziale Einrichtung. Wie zum Beispiel Manfred Witt, das älteste Mitglied des Vereins. Der 87-Jährige steht nach wie vor Woche für Woche hinter dem Tresen bei der Ausgabestelle der Tafel in der Sulzbacher Straße, um Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen.

Fast tausend Tafeln gibt es inzwischen in Deutschland. Sie verteilen die gespendeten Lebensmittel an Bedürftige. "Die Tafeln schaffen einen Ausgleich zwischen Überfluss und Armut", erklärte Bernhard Saurenbach in seinem Rechenschaftsbericht. 12,7 Millionen Tonnen Lebensmittel landen laut Statistik in Deutschland im Müll. "Das sind pro Person 85 Kilo", rechnet Saurenbach vor. 265.000 Kilogramm würden die Tafeln in Deutschland retten.

Die Corona-Pandemie hat sich im vergangenen Jahr natürlich auch auf diese soziale Einrichtung ausgewirkt. "In Deutschland musste jede zweite Tafel geschlossen bleiben", informiert Saurenbach. Die Amberger Tafel dagegen blieb offen. Allerdings musste ab März 2020 bei den Helfern die Gruppe der über 70-Jährigen ersetzt werden. "Als Vorsichtsmaßnahme", erklärt Saurenbach. In einem öffentlichen Aufruf versuchte man, kurzfristig neue Helfer zu gewinnen. "Die Resonanz war überwältigend. Es meldeten sich ganz viele Studenten und Lehrer", erinnert sich der Vorsitzende. Zudem habe die Tafel während der Pandemie sehr viele Spenden bekommen. "Es ist der Wahnsinn, was besonders in den Monaten November und Dezember 2020 von Privatpersonen und Firmen gespendet wurde", sagte er. Allerdings habe die Pandemie auch viele Bedürftige, fast ein Drittel, davon abgehalten, die Einrichtung zu nutzen. "Über die Ursachen können wir nur Vermutungen anstellen", erklärte er.

Dank der Spendenbereitschaft konnte Schatzmeister Günter Preißl für das Jahr 2020 von einer positiven Entwicklung auf der Einnahmenseite des Vereins berichten. Ein Teil des Überschusses soll für Investitionen verwendet werden, der andere Teil werde als Rücklage auf die hohe Kante gelegt. Für zehn Jahre Helfertätigkeit ehrte der Vorstand Heike Sperber. "Sie ist ein Glücksfall für uns", bezeichnete Saurenbach die ehrenamtliche Mitarbeiterin. Seit zehn Jahren stehe sie jeden Dienstag zur Verfügung, um bei der Lebensmittelausgabe zu helfen.

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