Amberg
01.12.2021 - 17:01 Uhr

Ambergs Klinikums-Chef nennt Corona-Lage "sehr, sehr angespannt"

Natürlich war auch Corona ein Thema in der Bürgerversammlung im ACC. Wegen der Pandemie war die Zahl der Zuhörer-Plätze im ACC begrenzt. Deshalb wurde die Veranstaltung auch live ins Internet gestreamt.

Wegen Corona durfte nur eine begrenzte Zahl von Zuhörern mit Anmeldung, großen Abständen und FFP2-Masken an der Bürgerversammlung im ACC teilnehmen. Interessierte konnten die Versammlung aber auch live im Internet mitverfolgen. Bild: Petra Hartl
Wegen Corona durfte nur eine begrenzte Zahl von Zuhörern mit Anmeldung, großen Abständen und FFP2-Masken an der Bürgerversammlung im ACC teilnehmen. Interessierte konnten die Versammlung aber auch live im Internet mitverfolgen.

Bei der Planung der Bürgerversammlung vor ein paar Wochen habe man noch gehofft, sie im gewohnten Rahmen abhalten zu können, bekannte Oberbürgermeister Michael Cerny am Dienstagabend im ACC – doch die Entwicklung der Pandemie sei anders verlaufen. Deshalb war die Zuhörerzahl im Saal begrenzt. Zudem wurde die Versammlung live im Internet gestreamt, wo man sie nun auch im Nachgang noch auf dem Youtube-Kanal der Stadt Amberg anschauen kann. Wegen der besonderen Umstände kündigte Cerny auch gleich an, dass alle Anträge, die an diesem Abend besprochen wurden, in den zuständigen Ausschüsse beziehungsweise im Stadtrat behandelt werden.

Die Stadt nahm die Pandemie zum Anlass, um zu zeigen, dass das Thema Gesundheit und Pflege in Amberg ein wichtiges Thema ist. Dazu stellten Klinikums-Vorstand Manfred Wendl und Pflegedirektorin Kerstin Wittmann das Klinikum St. Marien und seine Einrichtungen vor. Geschäftsstellenleiterin Christine Hecht tat dies auch für die "Gesundheitsregion plus". Die aktuelle Corona-Lage im Amberger Klinikum war dabei aber nur kurz Thema: Manfred Wendl nannte sie "sehr, sehr angespannt". Die Intensivstation komme an ihre Grenze, hier sei am Dienstagnachmittag nur noch ein Bett frei gewesen. "Die Belastung für Pflegekräfte und Ärzte ist sehr, sehr groß", berichtete Wendl. Er hoffe, dass die neuen Corona-Maßnahmen "auch greifen". Die aktuelle dramatische Entwicklung zeige, "wie schnell unser Gesundheitssystem an seine Grenzen kommt und wie wichtig eine hochwertige, stationäre Versorgung ist".

Oberbürgermeister Michael Cerny und Pflegedirektorin Kerstin Wittmann nutzten die Gelegenheit, um für das Klinikum als Arbeitsgeber zu werben. Angesichts der demografischen Entwicklung müsse sich Amberg bemühen, auch künftig Pflegekräfte zu gewinnen und "Ärzte ans Klinikum zu bekommen, die auch bleiben". Das nötige Personal zu finden, werde nicht einfacher, denn "auch bei den Ärzten gibt es Babyboomer, die in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen.

Amberg01.12.2021
 
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