16.02.2021 - 10:26 Uhr
AmbergOberpfalz

Ambergs Kulturreferent hofft auf den Sommer in der Stadt

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Der erneut verlängerte Lockdown schmerzt Berufsmusiker, Konzertagenturen und Veranstaltungstechniker. Ihnen fehlt im Moment die Perspektive. Ambergs Kulturreferent Fabian Kern weiß das und reagiert.

„Sommer in der Stadt“, das bedeutet drei Tage lang, Party, Party und noch mal Party. Im Vorjahr musste das Open-Air-Festival abgesagt werden.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Dass große Veranstaltungen, Konzerte und Auftritte von Bands auch nach dem 15. Februar vorerst weiterhin verboten bleiben, überrascht Fabian Kern nicht. Der Amberger Kulturreferent sagt: "Das war ja im Vorfeld auch schon so kommuniziert worden." Soll heißen: In einem ersten Schritt sollen Schulen und Kindertagesstätten wieder öffnen dürfen, danach Museen sowie Bibliotheken und nach einer weiteren Wartezeit auch die Schauplätze von Kulturveranstaltungen.

"Für die Freischaffenden ist das natürlich alles sehr schwierig", weiß Fabian Kern und nimmt sogar ganz bewusst das Wort "Katastrophe" in den Mund. Er selbst hält es für eher unwahrscheinlich, dass Bands bereits vor Ostern im gewohnten Rahmen auftreten können. Er macht aber auch etwas Hoffnung darauf, dass die Zeit der fehlenden Planungssicherheit relativ schnell vorbei sein könnte: "Im März kann man vielleicht schon eine Perspektive sehen." Schon jetzt kann der Kulturreferent aber eines versprechen: Für eigene Veranstaltungen will die Stadt "so viele Freischaffende wie möglich" verpflichten. "Das ist das, was wir machen können."

"Für die Freischaffenden ist das natürlich alles sehr schwierig."

Ambergs Kulturreferent Fabian Kern

Ambergs Kulturreferent Fabian Kern

Und noch mehr: Wie Kern im Interview verrät, hat die Stadt Amberg zwar für das komplette erste Quartal 2021 alle Kulturveranstaltungen bereits im Dezember abgesagt. Alle Termine sollen aber im Sommer nachgeholt werden. Das Problem: Keiner weiß, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Vor diesem Hintergrund seien Planungen eher schwierig: "Weil das oft auch mit finanziellen Vorleistungen verbunden ist." Eine Absage würde nur dazu führen, "dass das Geld dann weg ist".

Gespräch am 10. März

Kern geht aber davon aus, "dass wir einen Sommer wie 2020 haben werden". Mit Kultur in Räumen und unter freiem Himmel. Am Mittwoch, 10. März, will sich Kern mit Toby Mayerl treffen, um mit ihm über das beliebte "Sommer in der Stadt"-Festival zu sprechen, das im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie ersatzlos gestrichen werden musste. Mayerl, der mit seinem Team für die Organisation der dreitägigen Veranstaltung auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände zuständig ist, bestätigt den Termin und ergänzt: "Im Januar gab es bereits Gespräche mit der Stadt, aber noch keine Entscheidung." Die erwartet er sich nun von dem Treffen im März: "Wir müssten das Konzept im Prinzip jetzt fertigmachen. Je länger man wartet, desto schwieriger wird es. Das ist das Problem."

Ohne dem Gespräch mit Fabian Kern zu sehr vorgreifen zu wollen, macht sich der Veranstalter aber schon jetzt Gedanken, wie das Festival Corona-konform stattfinden könnte: "Theoretisch können wir alles machen. Reservierte Tische oder markierte Plätze, mehr Security." Auch eine Ausdehnung von drei auf vier Tage sei vorstellbar. Die 3000 bis 6000 Besucher, die laut Mayerl pro Abend erwartet werden, könnten zudem auch auf zwei Wochenenden verteilt werden.

"Würden mehr Geld brauchen"

Reservierungen, Abstände und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, das alles sollte laut Toby Mayerl kein großes Problem sein, denn: "Das Landesgartenschaugelände ist groß genug." Einziger Haken: "Wir würden dann auch mehr Geld brauchen." Das könnte von der Stadt kommen, die sich laut eines Stadtratsbeschlusses bereits in der Vergangenheit dazu verpflichtet hat, ein eventuelles "Sommer in der Stadt"-Minus zu übernehmen.

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