Alle Über-60-Jährigen in Amberg bekommen ab Freitag, 25. November, Post von Oberbürgermeister Michael Cerny. Darin formuliert er eine ganz konkrete Bitte: „Studienergebnisse weisen darauf hin, dass bestimmte Personengruppen, so auch ältere Menschen, nach ihrer vollständigen COVID-19-Impfung vermehrt von einer reduzierten oder schnell nachlassenden Immunantwort betroffen sein können. Deshalb ist eine Auffrischungsimpfung für Sie besonders wichtig."
Auslöser für dieses Anschreiben war laut einer Pressemitteilung der Stadt die besorgniserregende Coronalage in Deutschland und die Erkenntnis, dass der Impfschutz gegen das SARS-Cov2-Virus bei vielen bereits fünf Monate nach der Zweitimpfung deutlich nachlässt. Die Gefahr, sich mit dem gefährlichen Virus zu infizieren und schwer zu erkranken, steigt. Daher werde die Booster-Impfung von der Ständigen Impfkommission und der Gesundheitsministerkonferenz insbesondere für Ältere und Menschen mit einer Vorerkrankung empfohlen. Diese sollte idealerweise fünf Monate nach der Zweitimpfung oder im Falle des Impfstoffs von Johnson & Johnson bereits nach vier Wochen verabreicht werden.
In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass neben den Auffrischungsimpfungen selbstverständlich auch weiterhin Erst- und Zweitimpfungen zur Grundimmunisierung für noch nicht oder nicht vollständig geimpfte Personen angeboten werden. "Diese Aufgabe übernehmen ebenfalls insbesondere die haus- und fachärztlichen Praxen." Zu jeder Impfung ist der Impfpass, der amtliche Personalausweis oder Reisepass und – falls vorhanden – medizinische Unterlagen wie Herzpass, Diabetikerausweis und Medikamentenliste mitzubringen, ob die Impfung nun in einem Impfzentrum oder in einer haus- oder fachärztlichen Praxis vorgenommen wird. Für die Auffrischungsimpfung wird unabhängig davon, welcher Impfstoff bei einer zuvor erfolgten Immunisierung verwendet wurde, eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer oder Moderna verabreicht.
So geht's zur Impfung
- Einen Termin für die kostenlose Impfung bekommt man entweder beim Haus- oder einem Facharzt – und diese Vorgehensweise wird auch vorrangig empfohlen.
- Alternativ besteht aber auch die Gelegenheit, sich an das gemeinsame Impfzentrum der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach zu wenden oder eines der Impfangebote vor Ort wahrzunehmen.
- Die Hotline des Impfzentrums ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr besetzt und unter der Rufnummer 09621/16229-7100 erreichbar.
- Derzeit ist aufgrund der großen Nachfrage bei der Telefonanmeldung mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Bequemer ist daher eine Online-Terminvereinbarung über das bayerische Impfportal BayIMCO unter www.impfzentren.bayern. Sollte hier eine bereits vorgenommene Registrierung noch bestehen, kann diese erneut zur Anmeldung genutzt werden. Wer noch keinen Account oder aber keinen mehr besitzt, kann sich einfach neu anmelden. Eine Übersicht über die weiteren bayerischen Impfzentren ist auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unter www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung zu finden.

















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